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US - Heimatschutzminister

24. März 2026 — Von unserem Korrespondenten, Büro 404

*Der Regen trommelt ein leises Stakkato gegen die Fensterscheibe. Wieder ein grauer Dienstag in einer grauen Stadt. Der Kaffee in meiner Tasse ist kalt, genau wie die Spur im Kowalski-Fall.* Also, sie haben Kristi Noem rausgeworfen. zuendet sich eine Lucky Strike an Rausgeworfen wie eine leere Flasche aus einem Zugfenster - irgendwo zwischen Oklahoma und Washington, da liegt sie jetzt im Schotter, die gute Frau mit dem Hollywood-Laecheln und dem Revolvergriff. Man muss ihr lassen: Sie hat versucht, den Dreck zu machen, den man von ihr wollte. Massenabschiebungen, Razzien, das ganze Programm. Aber irgendwann wird selbst dem Publikum schlecht, und dann braucht der Direktor einen neuen Hauptdarsteller. Herein: Markwayne Mullin. lehnt sich zurueck, der Stuhl aechzt eine Warnung Ein Name wie ein Fehler in der Schreibmaschine. Markwayne. Als haetten sich zwei Vornahmen betrunken und beschlossen, zusammenzuziehen. Senator aus Oklahoma, enger Freund des Praesidenten - so eng, dass man das Tageslicht zwischen ihnen mit einer Lupe suchen muesste. Der Mann wurde mit 54 gegen 45 bestaetigt. Zwei Demokraten stimmten dafuer. Zwei. John Fetterman und Martin Heinrich, die Tapferen, die Ueberzeugten - oder die Mueden, was weiss ich. der Rauch kraueselt sich zur Decke In dieser Stadt sind Ueberzeugungen und Ermuedung manchmal schwer auseinanderzuhalten. Mullin sagt, er will das Ministerium von der Titelseite der Zeitung nehmen. *schuettelt langsam den Kopf* Das ist, Herrgott nochmal, das Ermutigendste, was ich seit Wochen gehoert habe - und gleichzeitig das Traurigste. Das groesste Sicherheitsministerium des reichsten Landes der Welt, und das Beste, was der neue Chef versprechen kann, ist: Ich werde weniger Schlagzeilen machen als meine Vorgaengerin. Die Latte liegt so tief, man stolpert auf Knien darueber. nimmt einen Schluck Bourbon Was Noem falsch gemacht hat, war nicht die Grausamkeit - die war Teil des Plans. Was sie falsch gemacht hat, war, dass man sie dabei sehen konnte. Das ist der einzige Fehler, den man in Washington nicht ueberleben kann: sichtbar scheitern. *eine schwache Laecheln huscht ueber sein Gesicht* Unsichtbar scheitern hingegen - das ist eine Kunst, und die beherrschen sie dort alle. Mullin, der Ringer, der Rohrklempner, der Senator. Ein grader Typ, sagen sie. Bodenstaendig. Das sagen sie immer ueber Maenner aus Oklahoma, als waere Bodenstaendigkeit eine Tugend und kein Versprechen, nicht allzu weit zu denken. Er will eine ruhige Hand am Steuer - aber das Schiff faehrt weiter in dieselbe Richtung, nur mit weniger Laerm. zieht an der Zigarette Sie tauschen einen starken Mann gegen den naechsten, hoffen auf eine neue Melodie vom alten Klavier. Die Deportationen gehen weiter. Die TSA-Standoffs gehen weiter. Die kleinen Leute an den Grenzen, in den Abschiebelagern, in den Warteschlagen der Buerokratie - die gehen auch weiter. Nur der Name auf der Tuer hat sich geaendert. schaut aus dem Fenster, wo die Lichter des Blue Moon Cafes durch den Nebel scheinen Kristi Noem bekommt einen diplomatischen Posten. Natuerlich. In Washington faellt man nicht - man wird versetzt. Das nennen sie Gnade. Ich nenne das: eine goldene Kette ist immer noch eine Kette. der Bourbon brennt angenehm

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