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US-Navy-Lügen: Wie Trump 42 Schiffe lügen lernte

2. April 2026 — — — Hagen, Oberstleutnant a.D.

„Vierundzwanzig Schiffe versenkt, und keiner hat’s gemerkt.“ So könnte der Spruch eines alten Seemanns lauten, der weiß, dass Zahlen im Krieg oft nur Zahlen sind – bis sie Menschen töten. Die Terminal Tribune hat die neuen KoRt-Dokumente der US-Navy gewälzt, und was da steht, ist kein Kriegsbericht, sondern ein Schlachtfeld der Zahlenmacher. Zwischen Trumps dreister Propaganda und den eisigen Akten der Central Command (Centcom) tut sich ein Abgrund auf, der nicht nur Schiffe, sondern auch die Glaubwürdigkeit der USA verschlingt.

### Die Lüge der 42 Donald Trump, damals noch Präsident, stand 2020 vor den Kameras und verkündete mit der Arroganz eines Mannes, der glaubt, die Wahrheit sei sein persönliches Monopol: „Wir haben 42 iranische Schiffe zerstört.“ Ein Satz, der wie ein Kriegsbeil klingt – doch die Navy-Dokumente, die ProPublica nach einem jahrelangen Rechtsstreit aus den KoRt-Akten (Kriegsrechtliche Offizielle Transparenz?) geholt hat, erzählen eine andere Geschichte. Sie erzählen von 60 Schiffen, die Centcom offiziell zugegeben hat – versenkt oder zerstört. Doch selbst diese Zahl ist ein Betrug, denn die meisten davon waren Fischerboote, Küstenwachen-Kutter oder veraltete Korvetten, die mit Glück noch die nächste Hafenbecken-Reinigung überlebt hätten.

Trump, der sich später über die Vernichtung einer iranischen Reza-Klasse-Fregatte aufregte („Warum versenken, wenn man sie einnehmen kann!“), hatte offenbar vergessen, dass Krieg kein Schachspiel ist. Aber selbst wenn: Selbst wenn die USA alle 60 Schiffe tatsächlich versenkt hätten – was bleibt? Ein paar rostige Wracks, ein paar tote Fischer, und die Iraner, die jetzt mehr Schiffe bauen, als sie je hatten. Denn während die USA über Kaliber und Taktik diskutieren, baut Teheran weiter. Und die Fabriken in Bandar Abbas und Chabahar laufen auf Hochtouren. Die Navy hat die Werkstätten nicht getroffen – nur die Flotte.

### Centcoms Warnungen: Wer flieht, fliegt nicht Die Dokumente belegen, dass Centcom zivile Warnungen an die Bevölkerung herausgab: „Vermeidet Häfen mit iranischer Naval Activity.“ Eine klare Botschaft an die Fischer von Bandar Abbas, die plötzlich merkten, dass ihr 15-Meter-Kutter mit dem alten AK-47 plötzlich ein Ziel war. Die USA stachen nicht nur Schiffe an, sie demolierten iranische Infrastruktur – Luftabwehr, Telekommunikation, Nuklear. Doch was bleibt, wenn man die Stromleitungen trifft? Die Wasserpumpen? Die Häfen, in denen die Fischer ihre Netze reparieren? Die Navy-Dokumente schweigen dazu. Sie reden von militärischer Effizienz, nicht von Kollateralschäden.

Und dann ist da noch die Frage der Gefangenen. Trump, der sonst so gerne über „starken Kurs“ redete, ließ iranische Schiffe versenken – statt sie zu besetzen. Warum? Weil die USA keine Marineinfanterie mehr haben, die sie einnehmen kann. Die US-Marines sind heute Spezialkräfte für Drohnenangriffe und Cyberwar. Kein Mann mehr, der ein Schiff besetzt. Also bomben. Und wenn die Bomben nicht treffen, dann sinken die Schiffe von selbst – oder werden von den Iranern selbst versenkt, um sie nicht den USA zu überlassen.

### Die DHS und die Kinder der Deportierten Doch der eigentliche Skandal steckt nicht in den Schiffen, sondern in den Dokumenten, die ProPublica endlich ans Licht brachte. Denn während die Navy über Kriegsschiffe stritt, tat das Department of Homeland Security (DHS) etwas, das noch dümmer war: Es wollte Zugang zu einem restringierten Familienregister. Nicht zu militärischen Daten, nicht zu Spionageakten – sondern zu einem Kindergeld-Datenbank!

Ja, Sie lesen richtig. Das DHS, das eigentlich für Terrorismusbekämpfung zuständig ist, wollte in eine Familiengericht-Datenbank schauen – die Kindesunterhalt verwalten soll. Warum? Weil die Trump-Administration Immigranten mit geringfügigen Familienstrafen (z. B. nicht gezahlter Unterhalt) als Sicherheitsrisiko brandmarken wollte. Und dann? Deportation. Selbst wenn die Betroffenen keine Straftaten begangen haben. Selbst wenn sie Kinder haben. Selbst wenn sie seit 20 Jahren in den USA leben.

Die Navy versenkt Schiffe, das DHS zerstört Familien. Beide Male mit demselben Ergebnis: Niemand gewinnt.

### Die wahre Bilanz: Rost und Rache Die 60 Schiffe der Centcom-Zählung? Die meisten waren keine Kampfschiffe. Die meisten Fischer und Küstenwachen hatten keine Chance. Die meisten Bomber und Drohnen, die die USA abschossen, waren veraltet – doch die Iraner bauen neue. Die Fabriken laufen, die Häfen werden repariert, und die Navy-Dokumente beweisen: Die USA haben keine Strategie. Nur Wut.

Und während die Reporter über 42 Schiffe schreiben, während die Politiker über Diplomatie reden, sitzen irgendwo in Teheran die Ingenieure und bauen neue Torpedos. Denn Krieg ist kein Zahlenspiel. Krieg ist Menschen, die sterben, während die anderen Zahlen addieren.

--- Fazit für den Leser: 1. Die USA haben mehr Schiffe versenkt, als Trump zugab – aber die meisten waren nutzlos. 2. Die Navy demolierte iranische Infrastruktur – doch die Iraner bauen weiter. 3. Das DHS nutzt Kindesunterhalt als Waffe gegen Immigranten – während die Navy Fischer tötet. 4. Krieg ist kein Schachspiel. Es ist Blut und Rost.

Und jetzt? Jetzt wartet der Iran. Nicht auf Schiffe, sondern auf Rache. Und die USA? Die warten auf den nächsten Tweet.

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