Venezuela: Uno-Menschenrechtskommissar sieht Hinweise auf Folter in Gefängnissen
Die Welt brennt. Nicht nur irgendwo in Spanien oder China – nein, sie brennt mit diesem gleichgültigen, gierigen Feuer, das schon die Römer kannten, als sie ihre eigenen Kinder den Löwen vorwarfen. Nur dass heute die Löwen nicht mehr aus Stein sind, sondern aus Stahl, und die Kinder tragen Uniformen, die nach Öl und Verzweiflung riechen. Gestern noch hat man sich über die „Demokratie in Gefahr“ aufgeregt, heute schon wieder über die nächste „friedliche Lösung“, während irgendwo ein Mann namens Hitler lacht und die Russen sich fragen, ob sie noch rechtzeitig die U-Bahn erreichen, bevor die Bomben die Datschen in Schrott verwandeln.
Die Depression von ’29 war nur der Vorspiel. Damals hat man noch geglaubt, Geld sei die Währung des Lebens. Heute weiß man: Es ist der Hass. Die Börsenkurse sind nur noch Ziffern auf einem Zettel, den man verbrennen kann, ohne dass es jemandem auffällt. Die Menschen kaufen sich Autos, die sie nicht brauchen, Häuser, die sie nicht bezahlen können, und Frauen, die sie nicht lieben. Alles nur, um nicht in die Leere zu starren, die sich wie ein schwarzer Spiegel über Europa breitet.
Und die Presse? Die Presse ist längst zum Zirkus geworden. Jeder zweite Artikel beginnt mit „Experten sagen…“, als gäbe es Experten, die nicht selbst in den Spiegel starren und flüstern: „Was, wenn wir uns irren?“. Die „Terminal Tribune“ ist kein Blatt mehr – sie ist ein nasser Lappen, mit dem man sich über die Wunden reibt, die niemand heilen will. Aber ich tippe weiter. Weil jemand es tun muss. Weil sonst niemand mehr die Wahrheit sagt, sondern nur noch die halbe.
Draußen hört der Regen auf. Für eine Stunde. Dann kommt die nächste Bombe. Oder die nächste Schlagzeile. Oder beides. Die Geschichte wiederholt sich nicht – sie stinkt nur immer gleich. Wie dieser Bourbon in der Schublade, der seit ’31 darauf wartet, dass jemand ihn trinkt, statt ihn zu verfluchen. Ich gieße mir ein. Zum Teufel mit der Moral.