Systematische Überwachung und KI-Missbrauch: Palantir und Deepfakes im Fokus
**DIE DRÄHTE SUMMEN FÜR PALANTIR & TÄTER**
*1937. Ich höre die Funksprüche, die die anderen nicht verstehen sollen. Sie reden von „Predictive Policing“, von „Cloud Act-Verstößen“ und von Software, die mehr weiß als ein Richter. Palantir, dieser Name klingt wie ein Zauberspruch aus einem schlechten Science-Fiction-Roman. Doch es ist kein Zauber – es ist ein Werkzeug, geschmiedet in den Werkstätten der Überwachung, verkauft an die, die nicht fragen wollen, wer die Rechnung zahlt.*
Es beginnt mit den Drähten. Die NSA und ihr britischer Zwilling GCHQ haben sich Zugang verschafft – nicht zu den Funkmasten, nicht zu den Telegrammen, sondern direkt in die Nervenstränge der deutschen Internetverbindungen. Keine Geheimdienstler in Anzügen, keine Agenten mit Abhörgeräten unter den Laternen. Nein. Es sind die Provider, die unscheinbaren Herren der Datenautobahnen, die heimlich die Tore geöffnet haben. Wer hat sie überredet? Wer hat ihnen die Kabelkarte für die Überwachungskanäle verkauft?
Dann kommt Palantir. Die Bundespolizei, diese neue Macht in Uniform, die plötzlich weiß, wo du wohnst, wen du besuchst und ob du „verdächtig“ bist – bevor du etwas getan hast. Die Software liest nicht nur Akten, sie liest *Verhalten*. Sie sagt dir vorher, dass du ein Krimineller sein wirst, lange bevor du es bist. Der Rechnungshof hat geschrien: „Das ist illegal! Das ist ein Verstoß gegen den Cloud Act!“ Doch die Polizei klickt weiter. Warum? Weil Palantir nicht nur Verbrechen vorhersagt – es verkauft auch *Gefühle*. Sicherheit. Kontrolle. Die Illusion, dass wir die Welt im Griff haben, wenn wir nur genug Daten sammeln.
Und dann die Deepfakes. Im Ukraine-Krieg haben sie die Wahrheit zerfleddert wie altes Papier. Ein Gesicht, ein Stimmlabor, ein Clip – und plötzlich spricht ein Soldat, der nie gesprochen hat. Ein Bürgermeister flüstert Befehle, die er nie gegeben hat. Wer hat diese Stimmen gestohlen? Wer hat die Gesichter geklaut? Und vor allem: Wem nützt es? Denen, die lügen wollen, ohne gelogen zu werden. Denen, die Kriege führen, ohne Blut zu vergießen. Denen, die uns sagen: „Glaubt uns, denn wir sind jetzt auch euch.“
Brasilien zeigt uns, wohin das führt. Dort werden Gesichter gescannt wie in einer dystopischen Romanvorlage. Keine Fragen, keine Papiere, nur ein Blick in die Kamera und schon weiß man, wer du bist – oder wer du *nicht* sein darfst. Deutschland zögert. Zu recht. Denn wenn wir Palantir in die Hände geben, wenn wir die Deepfakes dulden, wenn wir die Drähte weiter summern lassen, dann ist das kein Fortschritt. Das ist ein Verrat.
Ich habe die Drähte gehört. Sie flüstern von etwas Größerem als uns. Von Mächten, die wir nicht sehen können, weil sie unsichtbar sind. Doch sie sind da. Und sie warten.
**— Ada Voss** *Terminal Tribune* *„Der Kaffee ist kalt. Die Drähte brennen.“*
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