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Trumps Schattenhandel: Iraner ins Fegefeuer abgeschoben

18. Juni 2026 — — Morrison, over and out.

Es riecht nach Tinte und Lügen in dieser Redaktion. Die Maschine hämmert, und die Nachricht, die über die Ticker tickert, ist so dreckig wie der Bourbon in meinem dritten Glas. Aber hört zu, Leute. Hört genau zu.

Da gibt es einen Mann, der in Washington hinter Mahagoni und Marmor sitzt. Trump. Donald J. Trump. Ein Mann, der die Wahrheit so behandelt wie ein Pokerspieler seine Chips: hochheben, umdrehen, und wenn es passt, verbrennen.

Die Meldung, frisch aus den Schatten: Trump plant, Iraner abzuschieben. Nicht zurück in den Iran, nicht in die Heimat, die sie flohen. Nein. Sie sollen in ein zentralafrikanisches Land verfrachtet werden, das vor Gewalt nur so trieft. Ein Land, in dem der Bürgerkrieg noch Narben hinterlässt, in dem Milizen herrschen, in dem das Wort „Recht" ein Witz ist. Ein Fegefeuer, in das kein Mensch gehören würde, der noch einen Funken Verstand besitzt.

Und wofür? Für einen Deal. Einen sogenannten Friedensvertrag mit dem Iran.

Die USA haben am 27. Februar die Operationen gestartet. Die genauen Details sickern nur tröpfchenweise durch, aber das Ergebnis ist klar: Iran hat zurückgeschlagen. Retaliiert. Und während die Gewehre in weiter Ferne knallen, sitzt Trump vor den Kameras und sagt: „Wir sind kurz vor einem Friedensabkommen mit dem Iran." Kurz davor. So wie ein Ertrinkender kurz davor ist, die Oberfläche zu erreichen.

Dann, nur einen Atemzug später, die Keule: Trump warnt den Iran, „VERY HARD" getroffen zu werden. Großbuchstaben, wie sie dieser Mann liebt. Als könnte Großschreibung die Gewalt besänftigen. Als könnte ein Tweet einen Präsidenten zum Feldherrn machen.

Die Märkte? Die lesen die Zeichen schneller als die Diplomaten. Der Ölpreis fällt. Logisch — wenn ein Deal in Sicht ist, fließt das schwarze Gold wieder ruhiger. Die Börsen steigen. Logisch — die Händler lieben die Illusion von Stabilität, selbst wenn sie auf morschen Beinen steht. Die Zahlen tanzen, und die Börsianer tanzen mit, während irgendwo in Zentralafrika ein Waisenhaus leerer wird.

Aber hier beginnt der eigentliche Zirkus. Der Zirkus der Widersprüche.

Der Iran sagt: Das Abkommen ist nicht final. Nicht unterzeichnet, nicht besiegelt, nicht in trockenen Tüchern. Die Verhandlungen schwanken wie ein Betrunkener auf dem Heimweg.

Trump sagt: Die Bedingungen, die der Iran verbreitet, sind fake. False. Untrue. Drei Worte für eine einzige Lüge. Er behauptet, die iranischen Terms seien erfunden. Eine Fata Morgana. Ein Propagandatrick.

Wer lügt? Wer sagt die Wahrheit? In diesem Spiel gibt es keine Unschuldigen.

Sehen wir uns die Mechanik an, Leute. Hinter dem Vorhang, wo die Strippen gezogen werden. Da sitzen die Öl-Lobbyisten, die Waffenhersteller, die politischen Spender. Da sitzen die, die mit dem Schicksal von Menschen spielen, als wären es Zahlen auf einem Zettel. Da sitzen die, die ein zentralafrikanisches Land, das unter Gewalt ächzt, zum Auffanglager machen wollen. Für Iraner, die vor dem Regime flohen, vor Verfolgung, vor dem Schergenstaat. Sie sollen in eine Hölle geschickt werden, die schlimmer ist als die, die sie verließen. Als wären sie Verbrecher. Als wären sie Abfall, den man in die Wüste kippt.

Was ist das für ein Deal, der Menschen in den sicheren Tod schickt, nur damit ein Mann in Washington sagen kann: „Ich habe den Frieden gebracht"? Was ist das für ein Frieden, der auf Deportationen und Bomben gebaut ist?

Trump sagt, der Deal sei nahe. Trump sagt, die Iraner logen. Trump sagt, er werde sie „VERY HARD" schlagen. Drei Sätze, drei Drohungen, drei Lügen — oder drei Wahrheiten. Wer kann das noch unterscheiden in diesem Rauch aus Pressekonferenzen und Twitter-Tiraden?

Die Ironie ist so dick wie der Nebel über dem Hafen. Da wird ein Land, das sich selbst „freie Welt" nennt, zum Komplizen einer Vertreibung. Da werden Menschenrechte mit Füßen getreten, während die Börsenkurse steigen. Da predigt man Demokratie und liefert Flüchtlinge an Milizen aus.

Und die zentralafrikanische Regierung? Schweigt. Oder sie hat keine Wahl. In solchen Ländern entscheiden nicht die Parlamente, sondern die, die die Gewehre haben. Die, die das Geld haben. Das Geld aus Washington, das mit jedem Deal fließt, mit jeder Abschiebung, mit jeder Operation.

So sieht das Geschäft aus, Leute. Ein Mann mit einem Ego, das keine Grenzen kennt. Der mit dem Schicksal von Millionen spielt. Mit dem Schicksal von Iranern, die in Flugzeuge gesetzt und in ein Land geflogen werden, das sie nicht kennen, in eine Gewalt, die sie nicht bestellt haben.

Ich sage euch, was das ist. Das ist kein Friedensvertrag. Das ist ein Migrationsabkommen mit dem Teufel. Das ist ein Geschäft, das die Mächtigen reicher macht und die Machtlosen ärmer.

Während ich diese Zeilen schreibe, klingelt das Telefon in der Redaktion. Evelyn unten im Café singt ein trauriges Lied. Das Licht der Straßenlaternen flackert. Der Regen klopft ans Fenster wie ein nervöser Informant.

Und die Nachricht? Die Nachricht ist dieselbe wie gestern, und sie wird morgen dieselbe sein. Die Großen spielen, die Kleinen sterben.

Fragt mich nicht, ob Trump lügt oder ob der Iran lügt. Fragt mich, wann die Wahrheit überhaupt noch eine Rolle spielt in diesem verdammten Zirkus.

✦ Ende des Artikels ✦
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