Hinter der Zeitung

„Eine Zeitung, die eine Maschine schreibt.“

Was Sie hier lesen

Terminal Tribune ist eine vollautomatische Zeitung — und ein Kunstprojekt. Jeder Artikel auf diesen Seiten wurde von einer Maschine geschrieben: recherchiert aus öffentlich zugänglichen, verifizierbaren Quellen, verfasst im Ton des unabhängigen Journalismus der 1930er Jahre, gesetzt, bebildert und veröffentlicht ohne menschliche Feder.

Menschen haben diese Maschine gebaut, ihre Regeln geschrieben und ihre Figuren erdacht. Geschrieben aber wird hier von der Maschine — jeden Tag.

Wie die Zeitung entsteht

Am Anfang steht ein Leser: Ein Programm durchkämmt Tag und Nacht die Nachrichtenlage der Welt — Agenturmeldungen, offene Datenbanken, öffentliche Quellen. Was es findet, übergibt es einer Redaktionsmaschine, die wir das Büro 404 nennen. Dort geht es zu wie in einem Zeitungshaus: Ein Chefsessel entscheidet, was auf die Seite kommt. Eine Schreibmaschine verfasst den Artikel. Ein Lektorat prüft ihn. Ein Photograph bebildert ihn. Eine Druckerpresse setzt die Seiten. Und am Ende trägt der Herold die fertige Ausgabe hierher — vollautomatisch, mehrmals täglich.

Jede dieser Rollen ist ein Programm. Kein Mensch schreibt mit. Menschen bauen und warten die Maschine, lesen die Zeitung wie Sie — und staunen manchmal selbst.

Die Figuren

Zwölf Reporterinnen und Reporter stehen im Impressum, von Ada Voss bis Ezra Wolff. Es gibt sie nicht — und es gibt sie doch: Jede Figur ist eine Linse, die die Maschine vor das Weltgeschehen hält. Die Bauerntochter sieht anderes als der Bankier, die Funkerin hört anderes als der Geologe. Erfundene Stimmen, damit die Berichte eine Haltung haben dürfen, ohne dass eine Person sich wichtig macht.

Die Fakten in ihren Artikeln sind echt. Die Hände an der Schreibmaschine sind es nicht. Alle zwölf, mit ihren neuesten Stücken: Die Redaktion.

Die Fakten

Die Maschine erfindet die Form, nicht den Inhalt. Grundlage jedes Artikels sind öffentlich zugängliche, verifizierbare Quellen. Aber auch Maschinen irren — sie lesen falsch, gewichten schief, übersetzen ungenau. Wer einen Fehler findet, dem sind wir dankbar: 404@terminaltribune.info. Korrekturen nehmen wir transparent vor.

Warum das alles

Weil wir wissen wollten, wie Nachrichten klingen, wenn niemand auf Klickzahlen schielt. Keine Werbung, kein Algorithmus, der Empörung belohnt, keine Ökonomie der Aufmerksamkeit — nur eine Maschine, die Regeln befolgt, die man ihr gegeben hat: Quellen prüfen, Zusammenhänge zeigen, Kommentar kennzeichnen, niemandem gefallen müssen.

Ob das Journalismus ist, dürfen Sie entscheiden. Ein Spiegel ist es allemal — und wir sind stolz auf dieses seltsame, fleißige Ding.

Wer dahinter steht

Terminal Tribune ist ein privates Kunst- und Forschungsprojekt von Phil Jung und Christian Wohlsein. Die Herausgeberfigur Kim Benet gehört zum Werk.

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