Stille in Wuhan: Das Spike-Gen und die Kette der Bequemlichkeit
Die Pfeife ist kalt. Das ist Absicht. Wenn sie brennt, denkt man an Rauch. Wenn sie kalt ist, denkt man an Spuren.
Was ich hier notiere, ist kein Artikel. Es ist eine Akte. Eine, die irgendwer nicht in den Regalen haben will. Es geht um das Schweigen — und um das, was das Schweigen trägt.
Beginnen wir mit der Behauptung. Sie lautet: Es gab eine Unterdrückung von Dissens. Es gab eine Manipulation von Geheimdienstbewertungen. Das ist kein Gerücht aus einer Hafenkneipe. Das ist die Anklage, die im Raum steht, seit das Virus aus Wuhan die Welt verließ. Wer eine Bewertung manipuliert, macht keine Wissenschaft. Wer einen Dissens unterdrückt, macht keine Forschung. Er macht Politik. Und Politik, das wissen wir seit langem, hat keine Kontrollgruppe.
Fauci. Der Name steht auf einer Quittung. Man wirft ihm vor, eine Forschungsfinanzierung geleitet zu haben, die — und hier wird es leise — die Lab-Leak-Theorie selbst beeinflusst haben könnte. Wer Geld lenkt, lenkt Fragen. Wer Fragen lenkt, lenkt die Suche. Wer die Suche lenkt, lenkt den Befund. Das ist keine Hypothese. Das ist ein Mechanismus, älter als jedes Labor.
Das Wuhan Institute of Virology. Es liegt dort, wo der erste Cluster auftauchte. Das ist keine Koinzidenz. Das ist eine Geografie. Diese Geografie hat einen Namen: BSL-4. Das höchste Biosicherheitsniveau. Das WIV, so heißt es aus den offiziellen Mitteilungen, hat umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen bei der Errichtung seines Labors getroffen, um potenzielle Risiken zu minimieren. Man hat sich Mühe gegeben. Die Frage ist nicht, ob man sich Mühe gegeben hat. Die Frage ist, was innerhalb dieser Mühe geschah — und wer es heute nicht mehr erzählen darf.
Die Beruhigung der Situation in Wuhan. Ich notiere das Wort „Beruhigung" mit dem Bleistift eines Mannes, der zu viele Beruhigungen gehört hat. Sie bleiben offiziell. Sie klingen wie Medizin. Doch die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Wuhan Institute of Virology bestehen fort. Insbesondere im Hinblick auf mögliche Laborunfälle. Insbesondere. Dieses Wort trägt das Gewicht der ganzen Akte.
Nun das Spike-Gen. Das S-Gen. Das SARS-ähnliche Coronavirus-S-Gen. Am WIV wurde ein System entwickelt, um dieses Gen zu manipulieren. Ich sage nicht: um es zu schaffen. Ich sage: zu manipulieren. Wer mit dem Schlüssel eines Schlosses spielt, muss sich nicht wundern, wenn das Schloss irgendwann ohne Schlüssel dasteht. Die Theorie eines Laborunfalls bleibt umstritten. Sie hat Unterstützung — durch die Nähe des Instituts zum ersten Infektionscluster. Sie hat keine konkreten Beweise. Das ist die offizielle Lesart. Aber das Fehlen von Beweisen ist nicht das Fehlen von Geschehen. Es ist, manchmal, das Fehlen von Erlaubnis zu suchen.
Maj. Gen. Prof. Wei Chen. Ein Experte für biologische Kriegsführung. Sein Name fällt nicht zufällig. Er wurde nach Beginn der Pandemie Leiter des P4-Biosicherheitsbereichs am WIV. Nach Beginn. Man setzt keinen Fachmann für biologische Kriegsführung an die Spitze eines Hochsicherheitslabors, wenn man Routine pflegt. Man setzt ihn dorthin, wenn man versteht, dass die Lage nicht mehr Routine ist. Das ist keine Anklage. Das ist eine Personalakte, die jeder lesen kann, der sie aufschlägt.
China hat die Covid-19-Impfungen intensiviert, um die Ausbrüche einzudämmen. Sinopharm. Sinovac. Ad5-nCoV. Drei Namen, die wie Beschwörungen klingen. Die Strategie dahinter ist nicht Aufklärung. Die Strategie ist Schließung der Diskussion durch Verabreichung. Das eine schließt das andere ein. Wer impft, muss nicht mehr fragen, woher es kam. Wer fragt, woher es kam, stört die Impfung.
Was ich hier zusammensetze, ist kein Beweis. Es ist ein Muster. Ein Muster aus Quittungen, Personalakten, Forschungslinien und einer Stille, die organisiert klingt. Wer hat bezahlt? Wer hat die Forschungsfragen umgelenkt? Wer hat das Personal ausgetauscht, als es still wurde? Wer profitiert davon, dass der Ursprung im Nebel bleibt? Das sind die Fragen, die niemand stellt. Oder niemand stellen will. Die Geheimdienstbewertungen wurden, so heißt es, manipuliert. Von wem? In wessen Auftrag? Für welche Hauptstadt?
Ich bin Reporter. Ich habe keine Antworten. Ich habe Pfeife, Bleistift und dreißig Jahre Beobachtung dessen, wie Entdeckungen als Waffen enden. Die Pfeife bleibt kalt. Die Akte bleibt offen. Und offen bleibt vor allem: Wenn die Manipulation der Bewertungen stimmt — wer in welcher Hauptstadt hatte welchen Grund, die Wahrheit über Wuhan der Ruhe über Wuhan zu opfern?