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Zwei Konferenzen, ein Vorhang: Davos im Licht, Bilderberg im Schatten

5. Juli 2026 — — — Hagen, Oberstleutnant a.D.

Hören Sie zu.

Wenn das World Economic Forum in Davos tagt, schicken ARD, ZDF, Reuters und die halbe internationale Presse Kompanien aus Übertragungswagen in die Alpen. Drei Tage lang. Live. Bild, Ton, Abschrift. Sie zählen Staatschefs, sie zählen CEOs, sie zählen Slogans. Davos ist Bühne. Davos ist Sichtbarkeit.

Bilderberg: dreihundert Teilnehmer. Verschlossene Türen. Kein Presseteam. Eine Mitteilung nach drei Tagen, nichtssagend wie eine Funkstille zwischen Frontabschnitten.

Und hier beginnt der Vorgang.

Wer sitzt in diesen Sälen? Hochrangige Militärs. Geheimdienstpersonal. Konzerne wie Palantir. Rüstungsfirmen wie Fire Point. Leute, die im Hintergrund über Kriegsführung entscheiden, während die Unteroffiziere in die Schlacht geschickt werden. Ich kenne beide Seiten. Ich war Offizier. Befehle ausgeführt, die jemand anders in diesen Räumen formuliert hat.

Deutschland spielt in dieser Architektur eine bedeutende Rolle. Sicherheitspolitische Entscheidungen werden getroffen, ohne dass der Bundestag debattiert, ohne dass Wähler erfahren, worüber geredet wurde. Parlamentarische Kontrolle? Theorie. Ein Aktenvermerk.

Die Bilderberg-Konferenz ist das Lehrbuchbeispiel für ein System, das sich der öffentlichen Kontrolle entzieht. Sie untergräbt genau die demokratischen Prinzipien, die sie zu schützen vorgibt. Wer profitiert? Nicht der Bürger zwischen Miete und Stromrechnung.

Und während diese Säle schweigen, versuchen EU, USA und Saudi-Arabien, Vermittlungsbemühungen zu stützen — zwischen Russland und der Ukraine, deren Waffenstillstandsverhandlungen von Anfang an schwierig waren. Politische Instabilität. Mangelnde Bereitschaft. Beide Seiten reden, niemand will bezahlen.

Die Zeitung druckt Davos auf Seite eins. Bilderberg: null Zeilen.

Offen bleibt, welche Absprachen in jenen Räumen getroffen werden — und wer profitiert, wenn niemand hinschaut.

Zählen Sie selbst. Hören Sie nie auf zu fragen.

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