McKay und das vermessene Tor: Energie, Macht und die Spur der Okkulten
Er heißt McKay, und er hält die Drähte zusammen, an denen diese ganze Konstruktion zu hängen scheint. Rodney McKay, Ingenieur mit dem bösen Blick für Differentialgleichungen — der Mann, der im Stargate-Projekt die Energie bändigt, die andere nicht einmal benennen dürfen. Sein Atlantis-Einsatz: am Rand der Kernschmelze und am Rand der politischen Schmelze. Wer so viel kann, weiß zu viel. Wer zu viel weiß, wird bezahlt oder verschluckt. Ich kenne diese Höhe. Sie ist gefährlicher als jeder Sturm über dem Atlantik.
Und dann ist da Carter. Samantha Carter. Zwischen den beiden steht mehr als nur eine Befehlskette — da steht Spannung, beruflich und persönlich, eine Chemie, die in jedes Protokoll hineinfunkt. Zwei Felder, zwei Genies, ein Korridor voller roter Ampeln. Wer profitiert von dieser Reibung? Nicht sie.
Das Stargate, das wir als Name kennen, ist nur die Spitze. Darunter liegt MK-Ultra — jene CIA-Forschung, in der Magie und Militärtechnik Hand in Hand laufen: LSD auf Pendel, Hypnose auf Hintergrundebene, der Traum von künstlicher Intelligenz als Orakel. Die Dokumente, die das belegen, sind teils echt, teils gefälscht. Genau das macht sie nützlich für jene, die verbergen wollen.
IONS, gegründet von Edgar Mitchell und Wernher von Braun — dem Mondspaziergänger und dem Raketenmann. Sie finanzierten Experimente zur Fernwahrnehmung, firmierten sie später als „Stargate Project". Zufall oder Programm? Wer bezahlt solche Überschneidungen?
In den Archiven tauchen Namen auf: Brotherhood Polaires, Rosenkreuzer — alte Bruderschaften, eingewoben in UFO-Theorien und synarchistische Pläne. Die Sichtungen seit 1947 fallen zusammen mit dem Kalten Krieg und dem vielbeschworenen Übergang ins Wassermann-Zeitalter. Eine kollektive Erschütterung. Kollektive Halluzination? Oder Konditionierung?
Unklar bleibt, wer die Fäden zieht. Unklar bleibt, welche Dokumente echt sind. McKay löst technische Probleme. Aber Probleme werden nicht immer gelöst, um gelöst zu werden — manchmal werden sie gelöst, um den Blick abzulenken. Von der Energie, die wirklich durch das Tor fließt.