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Drei Kranke im Herbst — und die Kette, die kein Ende nimmt

5. Juli 2026 — — — Prof. Kessler

Im Herbst 2019 erkrankten Forscher des Wuhan Institute of Virology an einem COVID-ähnlichen Virus. Hinweise, keine Beweise. Wer genau erkrankte, bleibt hinter chinesischem Schweigen. Die USA dementieren nicht — sie wählen nur ihre Worte.

Manche nennen das Zufall. Andere nennen es Laborroutine. Ich nenne es ein Muster.

Gain-of-Function-Forschung erhöht das Potenzial von Viren, macht sie ansteckender, gefährlicher — und lehrreicher. Eine umstrittene Methode, sagt das eine Lager, ein notwendiges Übel das andere. Christian Drosten und die Charité Berlin stehen in der Diskussion, wenn es um Virenexperimente und deren mögliche Risiken geht. Die Bedenken reichen weiter: Sicherheitsstandards in Laboren weltweit stehen auf dem Prüfstand — auch in Berlin. Niemand legt den Maßstab an.

In Washington streiten die Geheimdienste. Die einen sehen einen natürlichen Ursprung, die anderen einen Laborunfall. Beide lesen dieselbe Akte, beide kommen zu verschiedenen Urteilen. Die US-Regierung hat die Forschung am Wuhan Institute of Virology finanziert. Wer zahlt, fragt zuletzt mit.

Die WHO schickt eine Untersuchung. Peter Daszak, Präsident der EcoHealth Alliance, reist mit. EcoHealth arbeitet eng mit dem Wuhan Institute of Virology zusammen. Man prüft sich selbst — und findet saubere Hände. Die WHO plant offenbar keine eigene Bewertung des Laborlecks. Wer nicht sucht, kann nichts finden. Das ist keine Nachlässigkeit. Das ist Architektur.

Wer profitiert, wenn das Labor ausgeschlossen wird? Wer verschweigt, was im Herbst geschah? Welche Struktur erlaubt, dass der Kooperationspartner ermittelt?

Die Pfeife ist aus. Die Frage bleibt: Wessen Labor wird zuerst geöffnet — und wessen bleibt versiegelt?

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