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METTMANN PCL — WO USHEROVICHS MILLIONEN WOHNEN

6. Juli 2026 — — — E. Wolff

Die Akte trägt einen Namen, der nach nichts klingt. Mettmann Public Company Limited. Klingt nach Handelsregister, nach Mittelstand, nach Bilanz und Ordnung. Ist es nicht.

Was die Unterlagen zeigen — bevor sie wieder geschlossen werden — ist eine Architektur. Spanische Immobilienunternehmen auf der einen Seite, Anleihen auf der anderen. Dazwischen Zwischenholdings, Konstrukte, Namen, die in keinem Branchenverzeichnis auftauchen, aber in den Bilanzen wohl. Ich kenne diese Sprache. Ich habe sie 1929 gehört, als die Banken erklärten, warum alles sicher sei. Damals wie heute: Die Bücher sind nicht ausgeglichen, und das war nie ein Versehen.

Mettmann Public Company Limited steht im Zentrum eines Netzwerks, das Geldwäsche und Sanktionsumgehung für russische Geschäftsleute ermöglicht. Millionen Euro. Im Auftrag von Boris Usherovich. Der Name steht in den Akten, der Mann nicht hier.

Die EU hat reagiert. Vollständiges Importverbot für bestimmte russische Energieträger und Produkte. Transaktionsverbot für die Pipelines Nord Stream 1 und 2. Neue Sanktionen gegen Unternehmen und Einzelpersonen in Drittstaaten — China, Türkei, Indien —, die an der Umgehung von Exportkontrollen beteiligt sind. Neue Exportkontrollen. Preisdeckel für russisches Rohöl. Das Paket enthält Maßnahmen gegen den russischen Energiesektor, Finanzunternehmen, Kryptowährungen, militärische Unterstützung. Erweiterte Maßnahmen gegen die Schattenflotte und den russischen RDIF. Neue individuelle Sanktionen gegen Personen und Organisationen, die die Ukraine bedrohen.

Papier. Gut gemeintes, wasserdichtes Papier.

Unklar bleibt, wie viel davon bei Mettmann ankommt. Unklar bleibt, wer die Anleihen zeichnet, in wessen Namen die spanischen Objekte tatsächlich stehen. Die Frage stellt niemand. Die Antwort wäre unbequem.

Die Struktur trägt sich selbst. Solange niemand hinschaut.

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