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Dänemark dreht den Hahn zu — und die Grünstrom-Karten liegen offen

6. Juli 2026 — — — Hollis

33 Projekte. 13 bis 21 Gigawatt. Auf Eis gelegt von der dänischen Energiebehörde, weil Brüssel mit den Beihilferegeln winkt. Klingt nach Bürokratie. Ist es nicht. Es ist eine Karte, die neu gemischt wird.

Wer profitiert? Wer verschweigt was? Das ist die Frage, die zählt.

Die Behörde sagt: EU-Beihilferegeln. Das ist der Vorhang. Dahinter sitzen Akteure, die ihre Position längst gesichert haben. Vattenfall zum Beispiel. Die Schweden haben ein Eintrittsrecht und sehen in Deutschland eine starke Nachfrage nach Grünstrom. Das macht den Bau von Nordlicht II möglich — während 33 andere Projekte stillstehen.

Man muss kein Genie sein, um zu sehen, wer hier nach vorne spült.

Ørsted hat sich strategisch auf Offshore-Wind konzentriert, um langfristig profitabel zu bleiben und Klimaziele zu bedienen. Das klingt sauber. Das ist auch sauber. Aber sauber heißt nicht umsonst. Langfristige Abnahmeverträge mit großen Unternehmen haben den Bau von Windparks ohne staatliche Subventionen ermöglicht. Das ist das Modell, das funktioniert.

International sieht es anders aus. Steigende Kosten. Strukturelle Herausforderungen. Stornierungen. Abschreibungen. Die Logik ist einfach: Wer kein Geld hat, verschwindet. Wer welches hat, bleibt.

Dänemark könnte jetzt zum Vorbild werden. Mit einem neuen Auktionsmodell, das Contracts for Difference enthält — CFDs, Preisdifferenz-Verträge, die den Bau ohne Subventionen ermöglichen. So hat man es bei Ørsted schon gemacht. So könnte es auch für Deutschland funktionieren.

Aber.

Die deutsche Regierung lässt ihre Absichten für die Ausschreibungsregeln 2026 im Nebel. Das schafft Unsicherheit. Ob Absicht oder Inkompetenz — unklar bleibt die Mischung. Was zählt, ist das Ergebnis.

Was ich weiß: 33 Projekte. 13 bis 21 Gigawatt. Klimaziele in Gefahr. Ein Modell, das Brüssel studiert. Und eine Branche, die in der Schwebe hängt, während einzelne Konzerne längst wissen, wo der Wind weht.

Das ist kein Zufall. Das ist Struktur. Und die Frage, wer hier den Tisch deckt und wer abräumt, ist noch offen.

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