Ein Muster im Genom und die Akten, die keiner öffnen will
Das BSL-4 Labor in Wuhan, heißt es, trägt zur nationalen und internationalen Sichtbarkeit der Universität bei. Es unterstützt virologische und immunologische Grundlagenforschung sowie die Diagnostik von hochkontagiösen Erkrankungen. Man liest solche Sätze und nickt. Schöner Kittel, saubere Hände, sterile Luft.
Die Gründung geht auf den Marburg-Virus-Ausbruch von 1967 zurück. Das ist das eine Datum, an das man sich erinnern muss, wenn man über Hochsicherheitslabore spricht. Damals starben Menschen, weil Erreger entwichen — nicht aus der Natur, sondern aus Apparaten, die niemand hätte öffnen dürfen. Das Labor in Wuhan befasst sich mit Erregern wie dem Krim-Kongo-Fieber-Virus. Hochpathogen, zoonotisch, exakt das, wofür man BSL-4 baut.
Dann kam Sars-CoV-2. Forscher haben ein regelmäßiges Muster im Erbgut entdeckt, das bei synthetisch hergestellten Viren häufig vorkommt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Muster durch natürliche Evolution entstanden ist, schätzen sie als extrem gering ein. Extrem gering. Das ist Forscherjargon für: hier stimmt etwas nicht.
Währenddessen liest Haslam Dokumente. DARPA-Anträge, Kürzel DEFUSE. Er argumentiert, der Ursprung der Gensequenz könne in den USA liegen. Wer bezahlt solche Forschung? Wer profitiert vom Verschweigen? Die großen Medien haben die Ursprungsdebatte lange als Verschwörungstheorie abgetan — und damit ein diskursives Vakuum geschaffen, das Grass-Roots-Akteuren füllen mussten. Das ist kein Zufall. Das ist Mechanik. Es gab frühere Vorfälle von Virenlecks in China, Sicherheitsbedenken, Akten, die niemand öffnen will.
Wer hat das bezahlt, wer hat widersprochen, was wurde nicht gemessen?