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Moskau wird bezahlt. Kiew wird vertröstet

6. Juli 2026 — — — Hollis

Die Rechnung, die niemand ausspricht: Europa kauft russisches Gas, Öl, Kohle — und schickt einen Bruchteil davon als Hilfe nach Kiew. Über die Höhe schweigen Brüssel und Berlin. Aber die Linie ist klar. Wer Energierechnungen bezahlt, finanziert zwei Kriege: den in der Ukraine und den in den Bilanzen der Konzerne.

Ungarn. Slowakei. Beide blockieren EU-Sanktionen, weil ihre Energieversorger billige Lieferungen aus Moskau brauchen. Orbáns Energieklüngel, Ficos Lieferverträge — die Politik folgt dem Röhrengeschäft, nicht umgekehrt. In Brüssel sagt man Diplomatie. In Budapest sagt man Profit.

Deutschland. Energiewende. Große Worte. Erdgas bleibt das Rückgrat der Industrie, der Heizungen, der Chemieparks. Die Abhängigkeit ist nicht vorbei — sie hat sich verlagert. Von Pipeline auf Flüssiggas aus aller Welt. Gerhard Schröder sitzt mittendrin. Nord Stream 2, Rosneft-Aufsichtsrat, Gazprom-Verträge. Der Mann wird bezahlt, seit er Kanzler war. Wofür? Für Zugang.

Gazprom. Lukoil. Beide gezwungen, umzubauen. Vermögen verkauft, Partner gesucht, Schattenflotten aufgebaut. Russland adaptiert — es bricht nicht zusammen. Das ist die zweite Lüge der westlichen Berichterstattung.

Europa schaut nach Aserbaidschan, Argentinien, Katar. Katar — Angriffe auf die Anlagen, die LNG-Terminals, die Versorgung wackelt. Wer füllt die Lücke? Die gleichen Broker, die schon Schröder bezahlt haben.

Russland und China. Tiefere Bindung. Deutschland und China. Tiefere Bindung. Die Linien kreuzen sich. Verhandelt wird über Rohre, Häfen, Macht. Nicht in Ministerien. In Backrooms.

Offen bleibt, wer in Berlin den Deal kassiert, der Schröders Erbe fortsetzt. Sicher ist: An der Zapfsäule zahlt der kleine Mann den Preis für eine Geopolitik, die er nicht sieht.

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