SARS-CoV-2: Die Akte, die Peking schuldig bleibt
1937 notierte ich: Die Wissenschaft verspricht viel. Heute sind es Sequenzdaten, Laborprotokolle, Geheimdienstvermerke. Verstreut — oder unter Verschluss.
Drei Jahre sucht die Forschung nach dem Ursprung von SARS-CoV-2. Die These, die Fachzeitschriften füllt: zoonotische Übertragung, direkt von Fledermäusen oder über einen Zwischenwirt. Das genetische Muster des Virus lege, so die Forscher, einen Sprung vom Tier zum Menschen nahe — ohne vorherige Labormanipulation. Eine Studie ergänzt: Viren zeigen vor großen Ausbrüchen keine ungewöhnlichen genetischen Veränderungen. Der natürliche Ursprung hat die Beweislast.
Doch Beweislast braucht Material. Aus China fehlen Informationen. Aus den Laboren in Wuhan fehlen Protokolle. Die Möglichkeit eines Laborunfalls lässt sich so nicht vollständig bewerten. Was sich nicht prüfen lässt, bleibt im Verdacht.
In Wuhan wurde geforscht. Gain-of-Function-Experimente — Viren, gezielt infektiöser gemacht. Für die Wissenschaft. Für die Vorsorge. So die offizielle Lesart. Wer finanzierte, wer genehmigte, wer die Ergebnisse kontrollierte — darüber schweigen jene, die schweigen wollen.
Dann sprechen die Dienste. FBI, CIA und der deutsche Bundesnachrichtendienst halten einen Laborunfall für die wahrscheinlichste Ursache. Lothar Wieler, Ex-Chef des Robert Koch-Instituts, sieht die Laborhypothese nach aktuellen Erkenntnissen als wahrscheinlicher. Was hat er gesehen, das die Fachpresse nicht zeigt?
Die Struktur dahinter: internationale Abkommen zur Biosicherheit fehlen. Wo Regeln wären, klaffen Lücken. Wer von der Lücke profitiert, braucht keine Aufklärung.
Wer zahlt den Preis dieser Ungewissheit?