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Vier Sorgen, ein Konzern, kein Bauer gefragt

7. Juli 2026 — — — Ida Feuerbach

Die Kommission sieht, was die Felder schon kennen. In Brüssel macht man sich Sorgen. Höhere Preise, geringere Qualität, weniger Auswahl, weniger Innovation — vier Worte, die durch die Säle geistern wie später Frost im Mai. Sie meinen den Zusammenschluss, sie meinen Bayer, sie meinen Monsanto. Sie meinen uns alle.

Auf einem Hof lernt man früh, was Monopol bedeutet. Nicht aus Büchern. Aus dem Verschwinden. Wenn der einzige Händler den Preis diktiert, das Saatgut aus Konzerntüten kommt. Dann ist Monopol kein Wort. Dann ist es das Wetter.

Bayer rechnet für 2026 mit stabiler Geschäftsentwicklung — mitten in den Klagen, mitten im Sammelvergleich um Roundup, bei dem die Sorge um Gesundheit und Umwelt nicht verschwindet. Die vorläufige Genehmigung ist kein Freispruch. Sie zeigt, dass die Auseinandersetzungen weitergehen und weitreichende Konsequenzen für die Bayer AG haben werden. Auf dem Acker klingt das nach Missernte.

Die Farm Bill. Eine Immunitätsklausel für Roundup, eingebettet in ein Gesetz, das Bauern weltweit betrifft. Wer das macht, nutzt die Politik als Werkzeug. Es geht um langfristige Haftungsrisiken — und darum, sie kleinzureden, wegzubürokratisieren, aus der Welt zu schieben.

Deutschland hat MON810 verboten, auf rechtlich korrekter Grundlage. Nur: Der Kommission blieb nicht genügend Zeit zur Reaktion. Das liest sich wie die Handschrift eines Konzerns, der Verfahren kennt wie ein alter Bauer den Regen.

Und das Geschäft mit den schwachen Gesetzen. Wo Aufsicht dünn ist, verkauft der Konzern, was anderswo verboten ist. Umweltverschmutzung. Gesundheitsprobleme. Das zieht in den Boden, in die Pflanzen, in die Kinder, die dort aufwachsen, wo der Profit zählt.

Die Frage ist nicht, ob die Kommission besorgt ist. Die Frage ist, was bleibt, wenn die Sorge verhandelt, verglichen, eingebettet, glattgebügelt ist.

Die Felder reden. Die Städte hören nicht zu. Was bleibt, ist die Erde, die sich erinnert.

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