Kriegsklauseln im Impfstoff: Was die militärischen Verträge verbergen
Mein Name ist Kessler. Pfeife, Tribune, dreißig Jahre Labor. Ich habe gelernt: Die gefährlichsten Dinge in Laboren sind nicht die Substanzen, sondern die Verträge, die sie schützen.
Die Akte auf meinem Schreibtisch trägt einen militärischen Stempel. Other Transaction Agreement, OTA. Das klingt nach Nachschub für Männer in Stiefeln, nicht nach Impfstoff für Zivilisten. Und doch: Die Herstellungsvereinbarungen für die Covid-mRNA-Impfstoffe waren genau das — militärische OTAs, konstruiert für Verteidigungszwecke, ohne jede zivile Anwendung.
Wer wusste, dass eine Notfallzulassung, eine Emergency Use Authorization, nicht Teil des regulären Arzneimittelzulassungsprozesses ist? Eine EUA ist kein Zulassungsbescheid, sondern eine Ausnahme. Es gibt keine behördliche Aufsicht über Entwicklung, Herstellung oder Verabreichung im üblichen Sinne. Die behaupteten Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards müssen den regulären Anforderungen nicht entsprechen. Wer das verschweigt, verschweigt viel.
Die Struktur ist bekannt. OTAs und EUA werden normalerweise für CBRN-Notfälle herangezogen — chemische, biologische, radiologische, nukleare Bedrohungen. Das Vokabular stammt aus dem Verteidigungsrecht, nicht aus dem Gesundheitswesen. Wenn diese Instrumente für Massenimpfungen der Bevölkerung verwendet werden, hat sich der Adressat verschoben: vom Soldaten zum Bürger. Die Kontrollmechanismen sind nicht mitgewandert.
Dann die Vereinbarung zwischen DARPA und Moderna. Das Forschungsorgan des Pentagon, keine zivile Einrichtung. Wenn daraus ein Impfstoff hervorgeht, der über Notfallmechanismen die Öffentlichkeit erreicht, dann ist die Frage berechtigt: Was wurde hier entwickelt — für wen, unter welcher Aufsicht?
Peer-Review und Post-Publication-Peer-Review sind die Nähte, die wissenschaftliche Behauptungen zusammenhalten. Werden Sicherheits- und Wirksamkeitsbehauptungen ohne diese Prüfung verbreitet, entstehen Gewissheiten ohne Fundament, Missverständnisse, Fehlinformation. Die Pandemiedaten entspannen sich, heißt es. Umso dringlicher wäre jetzt die ordentliche Prüfung. Stattdessen scheint der Ausnahmezustand zur Normalität zu werden.
Wer hat hier unterschrieben — und wer hat weggeschaut?