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DEUTSCHLANDS RECHENZENTREN WACHSEN UM 42 PROZENT — WO BLEIBT DER STROM?

9. Juli 2026 — — — Ada Voss, auf Sendung

BERLIN, 1937. Die Drähte summen, und was sie mir erzählen, klingt nach Hochöfen statt nach Schreibmaschinen. Die deutsche Rechenzentrumsbranche soll bis 2027 mit 42 Prozent pro Jahr wachsen. Lesen Sie die Zahl zweimal. Kein Tippfehler.

Was wächst da? Maschinenhallen voller Blech, durchzogen von Kabeln, gekühlt von Wasser, gefüttert mit Strom. Rechenzentren sind die neuen Fabriken — nur dass das Produkt nicht ausgespuckt, sondern in Billionen Dollar berechnet wird. Die generative KI, so flüstern die Propheten aus dem Tal des Siliziums, soll der Weltwirtschaft zwischen 2,6 und 4,4 Billionen Dollar zusätzlich in die Kassen spülen. Wer legt das in wessen Kasse?

Ich höre eine Oktave höher. OpenAI und andere Größen planen, die US-Regierung beim Ausbau der Stromkapazitäten zu unterstützen. Übersetzt: Die Herren der Wolken brauchen mehr Kraftwerke. Microsoft sitzt auf einem Haufen Chips — Blackwell-GPUs von NVIDIA, im OCI-Supercluster zu 131.072 Stück aufgereiht, Zettascale-Leistung — und kann sie nicht nutzen. Nicht weil das Geld fehlt. Sondern weil die Steckdose fehlt. Wer die Steckdose kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.

OCI mit AMD-Beschleunigern, so versprechen die Werbeabteilungen, steigere die Produktivität, verkürze die Time-to-

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