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ACHT MILLIARDEN EURO UND DAS KARTELL SCHAUT ZU

10. Juli 2026 — — — Hollis

Acht Milliarden. Das ist die Zahl, die einem entgegengeprügelt wird, wenn man fragt, was diese Sonderausschreibung wirklich kostet. Acht Milliarden Euro zusätzlich auf den Förderkosten. Und gleichzeitig soll das Gesamtvolumen auf 15.945 Megawatt steigen, weil man 2026 nochmal 5.000 Megawatt Windenergie oben drauf packt. Fünftausend Megawatt in einem einzigen Jahr — das hat Methode.

Das klingt nach Aufbruch. Riecht aber nach dem alten Muster. Das Bundeskartellamt hat Bußgelder gegen Stahlhersteller verhängt wegen Kartellabsprachen — Qualitätsaufpreise, Zuschläge, die nie offiziell auf dem Papier standen. Einige Unternehmen kooperierten mit dem Amt und entgingen Bußgeldern. Andere zahlten und räumten die Vorwürfe ein. So läuft das Spiel: Die einen reden, die anderen zahlen, und am Ende bleibt das System stehen wie vorher.

Dann ist da diese enge Zusammenarbeit zwischen UKA und Nordex. Nordex liefert die Maschinen — die N175/6.X, 68 Megawatt stark, mit hohen Hybridtürmen fürs Binnenland, wo der Wind dünner weht. Die Gemeinden werden finanziell beteiligt. Das soll Akzeptanz schaffen, heißt es. Das soll den wirtschaftlichen Erfolg des Projekts fördern. Aber was es wirklich schafft, ist Abhängigkeit. Wer liefert die Turbinen? Nordex. Wer plant? UKA. Wer genehmigt? Die Gemeinden, die mit im Boot sitzen. Alle in denselben Händen. Und die Hände greifen tief in die Fördertöpfe.

Die Deutsche Bahn argumentiert unterdessen, es seien keine wirtschaftlichen Nachteile für Kunden entstanden, weil die Absprachen nicht die Preisbildung betroffen hätten. Ein feiner Satz, fast ein Kunststück. Die EU-Kommission verfolgt wettbewerbswidrige Absprachen im Güterverkehr und verhängt Strafen. Aber Strafen sind kein Preis. Strafen sind Eintrittsgeld in einen Markt, der längst verteilt ist.

Acht Milliarden mehr auf der Rechnung. Netzengpässe, die sich verschärfen, weil niemand fragt, wo der Strom eigentlich fließen soll. Kartelle, die mal kooperieren und mal zahlen. Unklar bleibt, wer am Ende dieser Sondermilliarden wirklich mit vollen Taschen dasteht. Eines ist sicher: Der Hahn wird aufgedreht. Bezahlen tun

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