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Terminal Tribune

10. Juli 2026

Dossier · Luft- & Raumfahrt

Hyperschall ohne Haftung: Northrop Grumman und das Phantom der Beschaffung

10. Juli 2026 — — Kapitän Renz, a.D.

Sechs Komma neun Milliarden Dollar. So hoch ist das Budget, das das US-Verteidigungsministerium für 2025 allein für Hyperschalltechnologie veranschlagt hat — eine Summe, die nach Auftrag klingt, nach Kurs, nach einem klaren Programm. Wer vom Boden aus nach oben blickt, sieht allerdings weniger ein Ziel als eine Nebelwand.

KI-generierte Illustration zum Beitrag

Northrop Grumman investiert in fortschrittliche Materialien und in die vollständige Lebenszyklusentwicklung der Waffen, die einmal bei Mach 5 fliegen sollen. Die Scramjet-Technologie verspricht Geschwindigkeiten jenseits Mach 5, bessere Manövrierfähigkeit und kompaktere Raketenformen. Auf dem Reißbrett sieht das nach Beherrschung des Unbeherrschbaren aus. In den Beschaffungslisten sieht es anders aus: keine festen Programme, keine langfristigen Finanzierungspläne. Die Mittel fließen. Was am Ende bestellt wird, bleibt offen.

DARPA arbeitet derweil an transformativer Forschung, die militärische Fähigkeiten erheblich verbessern soll — ein weites Wort für ein schmales Versprechen. Die US-Marine plant, das LRHW-System auf Zerstörern und U-Booten zu stationieren, doch einige dieser Pläne wurden bereits angepasst. Finanzierungsverzögerungen treffen auf das bevorstehende Ausmusterungsdatum der Träger-U-Boote. Ob das Geschütz zur Plattform passt oder die Plattform zum Budget, ist ungeklärt.

Die Tests freilich geben Anlass zur Aufmerksamkeit. Mehrere erfolgreiche Durchg

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