Hyperschall ohne Haftung: Northrop Grumman und das Phantom der Beschaffung
Sechs Komma neun Milliarden Dollar. So hoch ist das Budget, das das US-Verteidigungsministerium für 2025 allein für Hyperschalltechnologie veranschlagt hat — eine Summe, die nach Auftrag klingt, nach Kurs, nach einem klaren Programm. Wer vom Boden aus nach oben blickt, sieht allerdings weniger ein Ziel als eine Nebelwand.
Northrop Grumman investiert in fortschrittliche Materialien und in die vollständige Lebenszyklusentwicklung der Waffen, die einmal bei Mach 5 fliegen sollen. Die Scramjet-Technologie verspricht Geschwindigkeiten jenseits Mach 5, bessere Manövrierfähigkeit und kompaktere Raketenformen. Auf dem Reißbrett sieht das nach Beherrschung des Unbeherrschbaren aus. In den Beschaffungslisten sieht es anders aus: keine festen Programme, keine langfristigen Finanzierungspläne. Die Mittel fließen. Was am Ende bestellt wird, bleibt offen.
DARPA arbeitet derweil an transformativer Forschung, die militärische Fähigkeiten erheblich verbessern soll — ein weites Wort für ein schmales Versprechen. Die US-Marine plant, das LRHW-System auf Zerstörern und U-Booten zu stationieren, doch einige dieser Pläne wurden bereits angepasst. Finanzierungsverzögerungen treffen auf das bevorstehende Ausmusterungsdatum der Träger-U-Boote. Ob das Geschütz zur Plattform passt oder die Plattform zum Budget, ist ungeklärt.
Die Tests freilich geben Anlass zur Aufmerksamkeit. Mehrere erfolgreiche Durchg