Verschwiegen. Verpflichtet. Verrechnet
Dreißig Jahre Hörsaal, drei Jahre Klinik, zehn Jahre Schreibtisch. Wer die Diagnose verschweigt, hat ein zweites Testament. Die Kommission hat keinen Vertrag, den sie zeigen will.
Die Fakten liegen offen wie ein Beipackzettel, den niemand liest. Ich lese. Die Preise für künftige Lieferungen könnten steigen. „Könnten" — das Wort steht wie ein Sicherheitsventil da. Es bedeutet: werden. Die finanzielle Last der EU wächst. Pfizer verlangt eine Stornierungsgebühr bei reduzierter Bestellung. Wer weniger nimmt, zahlt mehr. Wer mehr nimmt, zahlt auch mehr. So funktioniert das Geschäft mit der Krankheit: Gewinn an beiden Seiten der Spritze.
Ursula von der Leyen wird vorgeworfen, in persönlichem diplomatischen Austausch mit Pfizer-CEO Albert Bourla einen Vertrag ausgehandelt zu haben. Per Kurznachricht, wie sich herumspricht. Während Millionen Bürger auf den Pieks warteten, tippte die Kommissionspräsidentin mit dem Mann, der das Patent hält. Über 71 Milliarden Euro an Steuermitteln flossen in einen Deal, dessen Kleingedrucktes kein Abgeordneter zu sehen bekommt.
Das Europäische Parlament fordert Rechenschaft und Transparenz. Die Kommission weigert sich, die Vertragsdetails offenzulegen. Rechtliche Schritte folgen. Vor den EU-Parlamentswahlen ist das keine Fußnote — das ist der Aufmacher. Von der Leyens politisches Schicksal hängt an einer Spritze, deren Wirksamkeit umstritten und deren Nebenwirkungen in keiner öffentlichen Studie vollständig ausgewiesen sind.
Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben ihre Corona-Strategie auf Vakzine gestützt — auf Impfstoffe mit ungewisser Wirksamkeit und ungewissen Nebenwirkungen. Und sie haben Pfizer weitgehend von der Haftung freigestellt. Wer geschädigt wird, klagt nicht gegen den Hersteller, sondern gegen den eigenen Staat. Das ist keine Vertragsklausel. Das ist eine Schutzgeldsklausel zu Lasten der Bürger.
Wer sitzt im Aufsichtsrat? Wer hat unterschrieben? Wer verdient an der nächsten Lieferung? Die Antworten liegen in New York. Die Fragen bleiben in Brüssel, in einem Amtssitz, der die Akte nicht öffnen will.
Ich bin Ärztin. Ich stelle Diagnosen. Hier wurde ein Land an ein Medikament gehängt, ohne zu prüfen, was drin ist. Der Patient zahlt. Der Arzt schweigt. Die Rechnung kommt mit der nächsten Lieferung.