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BlackSky dreht gen Ausland — die FOIA bleibt der Schleier

11. Juli 2026 — — — Kapitän Renz, a.D.

BlackSky hat seinen Kurs geändert. Internationale Verkäufe machen nun etwa die Hälfte des Umsatzes aus, könnten bis 2026 die US-Verkäufe übersteigen. Der dritte Quartalsbericht zeigt sinkende Zahlen, weil die US-Regierung ihre Ausgaben für kommerzielle Satellitenbilder zurückfährt. Was nach wirtschaftlicher Logik klingt, liest sich wie ein geopolitisches Manöver.

Wer nach oben schaut, sieht nicht nur Wolken. Die CIA verarbeitet Aufzeichnungen über das Gefangenenprogramm unter FOIA neu — anhaltende Bemühungen um Offenlegung oder Neubewertung früherer Geheimdienstaktivitäten. Gleichzeitig weigert sich die Navy, UAP-Fotos freizugeben, trotz Aufruf zur Transparenz. Das AATIP wurde 2022 in einem hochklassifizierten Briefing wiederbelebt. Wer kontrolliert diesen Himmel wirklich?

DARPA arbeitet eng mit den autorisierenden und zuweisenden Ausschüssen des Senats und des Repräsentantenhauses zusammen. Über hundert Behörden tragen Verantwortung für FOIA-Anfragen — die richtige zu identifizieren ist entscheidend. Bevor ein Antrag gestellt wird, sollte geprüft werden, ob die Informationen bereits öffentlich sind. So die offizielle Lesart.

Unklar bleibt, wessen Geschäft BlackSky tatsächlich bedient, wenn der US-Markt schrumpft und der internationale wächst. Unklar bleibt, warum ausgerechnet jetzt die Akten neu verarbeitet werden. Unklar bleibt, wer vom Schweigen der Navy profitiert und wer von der Wiederbelebung des AATIP. Die FOIA-Mühlen arbeiten — nur für wen?

Die Struktur ist alt: Geheimhaltung als Geschäftsmodell. FOIA als langsamer Rotor, der den Schleier millimeterweise lüftet. BlackSky verkauft Bilder. Die Frage ist nicht nur, an wen verkauft wird — sondern was darauf zu sehen ist, das niemand zeigen will.

Kapitän Renz landet hier.

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