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Die Quote, die das Klima verriet

11. Juli 2026 — — — Hollis

Die Quote stirbt. Mit ihr das Versprechen.

Was als Klimaschutz verkauft wurde, ist ein Trümmerfeld. Der Preis für THG-Quoten – diese Papiere, die beweisen sollen, dass irgendwo irgendwer Grünes getankt hat – ist abgestürzt. Über achtzig Prozent. Die Investitionen in E-Mobilität, Wasserstoff, Biokraftstoffe? Eingefroren. Wer baut noch, wenn das Zertifikat weniger wert ist als das Papier?

Ich kenn das. Männer in Anzügen kaufen das Versprechen, pumpen die Quote. Wenn der Markt trocken ist, ziehen sie weiter. Hier ist es nicht anders. Nur sauberer verpackt.

Das Klimapaket sollte die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent drücken. Die CO2-Abgabe sollte endlich die treffen, die fossile Brennstoffe verbrennen. Klingt gerecht. Ist es nicht. Während die Politik die große Geste macht, wird im Hintergrund gezockt.

Gefälschte Klimazertifikate. Biodiesel-Importe, die kein Biodiesel sind. Steuerschaden mindestens 230 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft fordert langjährige Haftstrafen. Mittendrin: die Deutsche Bank. Beschuldigt, sich in ein Umsatzsteuerkarussell mit CO2-Emissionsrechten verwickelt zu haben – trotz Warnungen.

Eine Bank, die weiß, wie Geld funktioniert. Berater, Anwälte, Compliance. Und landet im Karussell. Oder: genau deshalb.

Der EU-Emissionsrechtehandel folgt Cap & Trade. Jedes Jahr weniger Rechte. Klingt streng. Ist nur streng für die Kleinen. Die Großen kaufen sich frei. Während die Stahlindustrie in den Bundesländern nach Schutzmaßnahmen schreit – Zeit für Anpassungen, sonst ist die Hütte tot –, läuft das Karussell weiter.

Quote kaputt. Vertrauen weg. Unklar bleibt, wer genau an diesem Karussell verdient. Gewollt oder zugelassen – beides ist ein Skandal.

Ich trink mein Bier. Sie sagen: Wir kümmern uns.

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