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DREISSIG JAHRE GEDANKENLESEN — WAS DIE STARGATE-AKTEN WIRKLICH VERRATEN

12. Juli 2026 — — — Kapitän Renz, a.D.

Wer den Himmel kontrolliert, will auch den Kopf. Die Akten des Stargate-Projekts — dreißig Jahre geheimer CIA-Forschung zur Fernwahrnehmung — liegen nun offen auf dem Tisch. Was Axel Balthazar daraus zusammengetragen hat, riecht nach mehr als Archivstaub.

Ein Buch wie ein Spalt in einer Panzertür. Drinnen: Protokolle, in denen Menschen über Kontinente hinweg sehen sollten, was ihre Augen nie erblickten. Die Technologie der Fernwahrnehmung, jahrzehntelang Verschlusssache, ist nun durchsuchbar, öffentlich, befragbar. Balthazar hat die zuvor klassifizierten Dokumente zusammengestellt und veröffentlicht — Einblicke in eine Form psychischer Spionage, die das Reagenzglas des Kalten Krieges nie ganz verlassen hat.

Wer profitiert? Wer verschweigt? Die STARGATE-Aufzeichnungen dokumentieren hauptsächlich Experimente mit Fernwahrnehmung und sind größtenteils deklassifiziert. Größtenteils. Das Wort hängt in der Luft wie ein Barometer vor dem Sturm. Es gibt Hinweise auf mögliche weitere redaktionelle Eingriffe in den veröffentlichten Aufzeichnungen — Schnitte, Schwärzungen, Streichungen ohne Erklärung. Was fehlt, sagt oft mehr als das, was bleibt.

Der Autor teilt persönliche Erfahrungen mit Bildungstests und reflektiert über seine Zeit in einer Klasse für Hochbegabte. Eine Fußnote, die das Skelett freilegt: Wer als „begabt" aussortiert wird, wer den Blick über die Mauer richten darf — das sind Selektionsmechanismen. Wer Fernwahrnehmung erforscht, sucht seine Seher. Und wer Seher sucht, hat eine Agenda.

Die veröffentlichten Unterlagen erleichtern die Forschung zu UAPs und geheimen Projekten. Aber unklar bleibt, welche Dokumente noch unter Verschluss liegen. Unklar bleibt, welche Programme aus den Trümmern von Stargate hervorgegangen sind. Wer die Lupe führt, entscheidet, was er findet.

Ich habe gelernt, dass Landungen dann kommen, wenn der Treibstoff ausgeht. Die Frage ist nur, ob die Maschine noch fliegt — oder ob sie nur noch am Boden rollt und so tut, als steuerte sie den Himmel.

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