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Vier Milliarden aus Frankfurt fließen ins texanische Fracking

12. Juli 2026 — — — Hollis

Sie nennen es „freier Markt". Ich nenne es Diebstahl mit Krawatte.

Deutsche Banken und Konzerne haben in den letzten zehn Jahren über vier Milliarden Euro in US-amerikanische LNG-Exportterminals gepumpt. Das Geld fließt direkt in die Fracking-Industrie. Kein Zufall. Pipeline.

Die Deutsche Bank steht im internationalen Vergleich ganz vorne, wenn es darum geht, fossile Industrien zu finanzieren. Die DZ Bank zeigt einen negativen Trend. Klingt trocken? Ist es nicht. Kreditlinien, Anleihen, Wertpapiergeschäfte. Rund 613,4 Millionen Euro allein an Anleihen. Das ist eine bedeutende finanzielle Beteiligung.

Seit 2016 haben die 60 größten internationalen Banken über 6,9 Billionen US-Dollar an fossile Brennstoffe vergeben. Fast die Hälfte davon für den Ausbau. Nicht für Stilllegung. Für Ausbau. Die Banken finanzieren weiterhin Kohle, Öl und Gas. Kredite. Wertpapiere. Das System frisst sich selbst.

Von 2021 bis 2023 gingen die Finanzierungen zurück. Dann kam 2024. Wieder ein erheblicher Anstieg. Sobald die Aufmerksamkeit nachlässt, drehen sie den Hahn wieder auf. Die Konzerne kommen, pumpen und verschwinden. Das Geld bleibt. Der Dreck bleibt auch.

Was bleibt für die Gemeinden entlang der Pipelines? Kaputtes Grundwasser. Luft, die nach Schwefel riecht. Häuser, die ihren Wert verlieren. Währenddessen sitzen Vorstände in klimatisierten Räumen und reden über „Energiesicherheit". Was die nicht sagen: Sicherheit für wen.

Offen bleibt, wer in den Aufsichtsräten sitzt. Welche Strippen gezogen werden zwischen Frankfurt, Houston und Washington. Die G7 wird kritisiert für ihre begrenzte Mitgliedschaft und mangelnde globale Repräsentation. Kein Wunder. Solche Clubs entscheiden über Milliarden, ohne die betroffenen Gemeinden an einen Tisch zu holen. BRICS+ zeigt, wie neue Machtstrukturen entstehen. Die Frage ist nicht, wer gewinnt. Die Frage ist, wer zahlt.

In Texas weiß ich das: Der Preis an der Zapfsäule fällt nicht, wenn die Tanks voll sind. Er fällt, wenn jemand aufhört zu pumpen. Solange Frankfurt Geld schickt, wird gepumpt.

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