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Hinter den Türen von Skunk Works: Lockheeds SR-72 und das Spiel mit dem Mach 6

12. Juli 2026 — — — Kapitän Renz, a.D.

Wer profitiert, wenn ein Flugzeug offiziell noch Konzeptpapier ist und de facto bereits im Hangar stehen soll? Die Frage steht im Raum, seit Lockheed Martin Andeutungen über ein neues Hochgeschwindigkeitsaufklärungs- und Angriffsflugzeug gemacht hat — eines, das womöglich längst im Besitz der US-Luftwaffe ist, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt.

Der SR-72 tritt das Erbe des SR-71 Blackbird an. Sein Auftrag: Geschwindigkeit und Überlebensfähigkeit des Altvaters übertreffen, um jenen Bedrohungen standzuhalten, die China und Russland in den letzten Jahren aufgebaut haben. Diese Aufrüstung hat die Notwendigkeit für solche Maschinen nicht erhöht — sie hat sie erzwungen.

Skunk Works in Palmdale, jene Werkstatt, die seit Jahrzehnten das Unmögliche liefert, soll das Projekt tragen. Mach 6 ist die angepeilte Geschwindigkeit. Eine Größenordnung, die jedem bisherigen Aufklärer die Existenzgrundlage entzieht. Der RQ-180, bereits im Dienst und als Nachfolger der legendären U-2 gehandelt, soll durch den SR-72 ergänzt werden. Oder ersetzt.

Hier wird es interessant. Es gibt Hinweise, dass Skunk Works bereits eine fortschrittlichere Spionage-Drohne entwickelt und geliefert hat, die den RQ-180 ergänzen oder ersetzen könnte. Wer also bestellt hier was? Wer bezahlt? Und wer schweigt?

Die Entwicklung des neuen Systems war, so viel sickert durch, anspruchsvoll und erforderte eine Neuausrichtung, um die ambitionierten Fähigkeiten zu erreichen. Das klingt wie das Eingeständnis eines Konzerns, der nicht hält, was er verspricht. Oder wie die Tarnung eines Konzerns, der längst geliefert hat und das Eingeständnis als Vorhang nutzt.

Fest steht: Die nächste Generation fliegt bereits. Offen bleibt, wessen Hände am Steuer sitzen — und wessen Augen sie sind.

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