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Sieben gefallene Stimmen: Der sudanesische Journalismus zählt seine Toten

12. Juli 2026 — — — Hagen, Oberstleutnant a.D.

Ich habe zwei Kriege überlebt. Der dritte, den ich nicht mehr an vorderster Front beobachte, ist der erbärmlichste — weil er im Dunkeln tobt und die Welt wegschaut.

Im Sudan sterben Medienschaffende. Mindestens sieben seit Kriegsbeginn. Zwei weitere sitzen in Haft, irgendwo, ohne Anklage, ohne Verfahren, ohne Namen in den Schlagzeilen westlicher Zeitungen. Die Rapid Support Forces, diese Reitermiliz mit dem schicken Akronym, führen die Liste der Täter an. Sie sind nicht die einzigen — die Kriegsparteien insgesamt haben Journalisten wiederholt angegriffen, ohne dass je Konsequenzen folgten.

Das ist die Struktur, die ich erkenne: Straflosigkeit als Kriegswaffe. Wer berichtet, wird zum Ziel. Wer schweigt, lässt die andere Seite gewinnen. Also schweigt man, weil das Sprechen den Tod bringt. Und der Tod bleibt folgenlos.

Diejenigen, die noch arbeiten, tun es unter Bedingungen, die an Pioniergeist grenzen — und an Verzweiflung. Open Source Intelligence, Satellitenbilder, Starlink-Antennen irgendwo im Staub. Sie senden aus der Hölle, weil jemand es tun muss. Millionen Flüchtlinge, Hunger als Massenvernichtungswaffe, eine humanitäre Krise, die keinen Namen mehr hat, nur noch Zahlen.

Die internationale Gemeinschaft — ein schöner Euphemismus für politische Apparate, die Pressemitteilungen veröffentlichen — wird aufgefordert, Druck auszuüben. Druck wovon? Auf wen? Auf Milizen, die keine diplomatischen Vertret

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