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DAS LNG, DAS ASIEN NICHT MEHR WILL

12. Juli 2026 — — — Hollis

Sie haben es versprochen. Wie immer. Flüssiggas, die Brücke in eine saubere Zukunft. Diese Brücke brennt gerade. In Asien. Und wer am Ende des Rohrs wohnt, zahlt den Preis.

Wer in Bombay oder Shanghai die Rechnung bezahlt, hat es begriffen. LNG ist teuer. LNG ist unzuverlässig. Wer mitgezählt hat, hat die Wette verloren.

Die EU hat sich den LNG-Markt geschnappt. Nach dem Wegfall russischer Pipeline-Lieferungen. Die Preise schossen nach oben. Asien bekam den Rest – Rekordpreise, die kein Kraftwerk mehr wirtschaftlich stemmen konnte. Die Nachfrage? Dämpfer. Genau das Kalkül der Händler.

Mitten drin: etwa zwanzig Prozent der globalen LNG-Lieferungen weg. Der Nahe Osten brennt. Katar, die großen Terminals – alles unter Druck. Preise in Europa und Asien explodieren.

Europas Speicher sind voll. Pipeline-Gas fließt. Die LNG-Importe sinken. Asien dagegen? Hitzewellen in China und Indien. Neue Infrastruktur. Neue Nachfrage. Die Ironie: ausgerechnet die, die sich das LNG nicht mehr leisten können, brauchen es jetzt.

Baker Hughes liefert Gasverdichter und Turbinen-Pakete für neue US-Projekte. Die Botschaft dahinter: Amerika baut weiter. Exportiert weiter. Wer baut, verdient. Wer liefert, verdient. Asien zahlt.

Wird LNG zu teuer, kommt die Kohle zurück. In manchen Regionen Asiens ist sie plötzlich wieder konkurrenzlos. Billig. Verfügbar. Dreckig. Aber sie funktioniert. Das ist der Preis der Wahrheit.

LPG entsteht durch Rohöl-Raffination. LNG durch Entwässerung, Säuredampf-Entfernung, kryogene Verflüssigung. Klingt nach Technik. Ist auch Technik. Aber Technik, die niemand mehr bezahlen will, ist totes Kapital.

Unklar bleibt, wer am Ende gewinnt, wenn Asien zur Kohle drängt. Klar ist: Die US-Projekte bauen weiter. Baker Hughes liefert. Der Nahe Osten bleibt unberechenbar. Drei Gewissheiten. Keine Antwort.

Ich trinke mein Bier. Aus Prinzip.

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