SHELL GRÜNT SICH ZURECHT — WÄHREND IHNEN DIE PIPELINE BRENNT
Sie sagen es uns selbst. Shell muss investieren. In Wind, in Sonne, in das schöne neue Versprechen. Nicht aus Einsicht. Aus Angst. Das Urteil gegen den Konzern — Präzedenzfall, meine Damen und Herren — öffnet die Tür für jede Klimaklage, die noch kommt. Die Anwälte schwitzen. Zu Recht. Denn was hier entschieden wurde, trifft nicht nur Shell. Es trifft jeden, der das gleiche Spiel spielt.
Parallel läuft eine andere Rechnung. Die größte Versorgungsunterbrechung in der Geschichte des global organisierten Ölmarkts hat uns der Nahostkonflikt eingebracht. Raffinerien brennen. Öllager brennen. Jede Anlage, die getroffen wird, verzögert die Wiederherstellung der Produktion — nicht um Tage, sondern um Monate. Wer soll das liefern, wenn die Hähne zubleiben? Shell, das gerade die Erneuerbaren-Kasse plündert? Niemand will die Lücke füllen. Niemand.
Und da ist die Bürgerinitiative. Eine Million Unterschriften, ein Jahr Zeit, dann muss die EU-Kommission einen Gesetzesvorschlag vorlegen. Wogegen? Gegen Greenwashing. Gegen das grüne Etikett auf dem schwarzen Fass. Shell darf sich nicht länger grüner malen, als es ist.
Ich sag es Ihnen, wer dagegen schreit. Die fossile Industrie. Dieselben, die jetzt Desinformation streuen und behaupten, Klimaschutz sei den Leuten zu teuer, unbeliebt, unerwünscht. Die Umfragen sagen das Gegenteil. Eine Mehrheit will den schnellen Übergang. Die Mehrheit hat die Schnauze voll.
Shell erhöht also die Investitionen. Nicht weil sie es wollen. Weil das Urteil sie zwingt, weil die Pipeline verwundbar ist, weil eine Million Unterschriften warten und weil die Leute an der Zapfsäule längst begriffen haben, was im Boardroom noch geleugnet wird.
Wer zahlt am Ende? Nicht die Aktionäre. Die Arbeiter. Die Kommunen. Die Kinder.