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Terminal Tribune

29. September 2026

Dossier · Klimawandel

Die G7 predigen Ausstieg und planen Terminals — wer kassiert das Doppelspiel?

29. September 2026 — — Doc Brenner, irgendwo im Staub

1937. Die Erde schreibt mit. Ich übersetze.

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Im Juni 2024 legt Oil Change International den Befund vor, und er riecht nach Pipeline und nüchterner Buchführung: Die G7 verraten ihr COP28-Versprechen, noch während sie es unterschreiben. Dubai, der große Auftritt — erstmals verpflichten sich Industrieländer zum beschleunigten Ausstieg aus Kohle, Öl, Gas. Ein historischer Satz. Papier ist geduldig.

Auf dem Boden sieht es anders aus. Während die Sonntagsreden den Wasserstoff preisen, fließt das Geld in LNG-Terminals — in Polen, in der Ukraine, zwischen geopolitischer Notwendigkeit und klimapolitischer Heuchelei. Die Begründung der Industrie: Der Terminal sei „wasserstofftauglich". Wer das glaubt, hat auch geglaubt, Kohle werde klimafreundlich, wenn man sie „Clean Coal" nennt. Alibi ist, wenn das Adjektiv „grün" wird, das Verb aber „fördern" bleibt.

Kein G7-Land hat seine inländische Förderung gedrosselt. Einige bauen sie aus. Andere finanzieren im Ausland, was sie daheim nicht mehr genehmigt bekämen — Infrastruktur, die dreißig Jahre bindet, in einer Welt, die zwölf hat. Die Diskrepanz ist keine Panne. Sie ist Architektur.

Wer profitiert? Energiekonzerne mit Pipeline-Geschäftsmodell, die LNG als Brückentechnologie verkaufen — obwohl jede Brücke irgendwo ankommt. Subventionen, die NGOs in erneuerbare Energien umwidmen wollen, fließen weiter in Terminals, deren Wirtschaftlichkeit auf der Annahme basiert, der Ausstieg komme nie. So wird das Versprechen zum Marketingbudget.

Die G7 haben sich auf den Ausbau erneuerbarer Energien geeinigt. Schön. Sie müssen ihre Klimafinanzierung konkretisieren, Schuldenerlass für den Globalen Süden, Umwidmung der Subventionen. Alles richtig. Alles unverbindlich.

Unklar bleibt, welche Berater in den Finanzministerien den Hebel zwischen Klimazusage und Haushaltsposten umlegen. Klar ist: Der IWF drängt Länder zum Ausbau fossiler Infrastruktur, während er Klimakredite verwaltet. Wer heute Terminals baut, baut Schulden für Morgen.

Die Erde kennt keine Absichtserklärungen. Sie kennt nur den Kohlenstoff, der bleibt.

Wasser fließt bergab. Wer ein Terminal baut, baut den Ausstieg ab.

❖ Ende des Artikels ❖

Prüfbare Behauptungen — 1 von 3 Behauptungen belegt
  1. ZITAT Die Subventionierung von LNG-Terminal-Projekten steht im Widerspruch zu den erklärten Klimazielen der G7

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

  2. ZITAT NGOs fordern die Umwidmung geplanter Subventionen für fossile Brennstoffe in erneuerbare Energien

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

  3. ZAHL Die G7 erfüllen ihre COP28-Zusage zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen nicht

    im Quelltext gefunden

    vorgeschlagene Belegstelle verworfen, weil so nicht im Quelltext: „zeigen, dass die G7-Länder, die sowohl die Fähigkeit als auch die Verantwortung haben, beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen eine Führungsrolle zu übernehmen, diese nicht wahrnehmen“

5 Quellen · 1 davon belegt · 0 externe Belege · 3 prüfbare Behauptungen

Maschinell geprüft: jede Belegstelle wurde wörtlich im Quelltext gesucht. Die Bewertung der Redaktion ist nicht Teil dieser Prüfung.

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