Brüssel schreibt das Gas neu – das Schrott-Tor bleibt offen
1937. Die Erde schreibt mit. Ich übersetze.
Brüssel nimmt die Marktregeln für Gas in die Hand. Erneuerbare Gase und Wasserstoff sollen effizient fließen, Dekarbonisierung schneller werden. Das "December package" verspricht das: Integration erneuerbarer Gase, Anpassung an neue Technologien.
Doch parallel zur Gasnovelle klafft ein zweites Loch: das CBAM-Schrottschloss. Importeure können Zertifikatspflichten umgehen, indem sie Post-Consumer-Schrott deklarieren – altes Blech nach dem Gebrauch, Dosen, Autoteile, Rahmen. Es bleibt null-bewertet, und nach dem Schmelzen kann kein Zoll mehr unterscheiden, was echtes Recycling ist. Wer profitiert? Jene, die Primärmetall als recycelt deklarieren. Wer verschweigt? Diejenigen, die das Tor offen halten. Die Lücke ist kein Redaktionsfehler, sie sitzt mit Absicht an der Kreuzung zweier EU-Ziele.
Die Debatte, wie man echte Recyclingprozesse belohnt ohne dass Betrüger das System ausnutzen, entscheidet sich an der Behandlung der zwei Schrott-Kategorien. Pre-Consumer-Schrott – Späne, Stanzabfälle aus Fabrikhallen – soll ab 2028 CBAM-Vorprodukt mit eingerechneten Emissionen werden. Post-Consumer bleibt draußen, null-bewertet. Der Anreiz, alles als Post-Consumer zu deklarieren, ist damit eingebaut.
Während Brüssel am Schrott-Tor feilt, rückt 2027 näher. Dann startet ETS II für Transport und Heizung. Agora Energiewende: kein Konzept für den Wechsel. Der CO2-Preis steigt – wie stark, ist offen. Schätzungen nennen über 200 Euro pro Tonne: 38 Cent pro Liter Benzin mehr, etwa 3 Cent pro Kilowattstunde Gas. Empfohlen wird, den nationalen Preis auf 60 Euro anzuheben und parallel das Klimageld einzuführen – jene Pro-Kopf-Rückzahlung, die bisher Versprechen blieb. Deutschland hat seine Reduktionsziele im Verkehr und bei Gebäuden verfehlt, rechnet mit 200 Millionen Tonnen CO2 zu viel bis Ende des Jahrzehnts.
Drei Überarbeitungen, ein Muster. In jeder bleibt ein offenes Tor. Die Erde schreibt mit.
Schwerkraft kennt keinen Kompromiss.
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