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Terminal Tribune

12. Oktober 2026

Dossier · Digitales & Überwachung

ALGORITHMEN IN DER KAMMER: WER KONTROLLIERT DAS?

12. Oktober 2026 — — Ada Voss, auf Sendung

Brüssel, 1937. Die Drähte summen, der Kaffee ist kalt. Ich übersetze.

KI-generierte Illustration zum Beitrag

Das Parlament spricht über digitale Macht und Massenspionage. KI-Technologien verschieben die Debatte, während die Abgeordneten noch formulieren. IBM und Google stehen oben in den KI-Plattformbewertungen — ihr Name steht für Lieferanten. Sie liefern die Werkzeuge, mit denen sortiert, überwacht und entschieden wird. Funktionieren? Ja. Gehorchen? Wem.

Die Untersuchungsergebnisse sind benannt: Datenaktualität und menschliche Überprüfung gehören in militärische Entscheidungsprozesse, an oberste Stelle. Was die Praxis zeigt, ist das Gegenteil. Veraltete Geheimdienstinformationen, zu viel Vertrauen in die Maschine: schwere Fehlentscheidungen. Der Fall belegt, was entsteht, wenn technologische Systeme ohne ausreichende menschliche Kontrolle laufen — Fehler, die kein Algorithmus zurücknimmt.

Predictive Policing demonstriert die Mechanik. Personen werden überwacht auf Grundlage von Datenprofilen, ohne dass sie je eine Straftat begingen. Diskriminierung und Verletzung der Privatsphäre — das sind keine Nebenwirkungen, sondern Betriebsmodus. Gesichtserkennung und Nummernschild-Leser sammeln Daten, die weit über die ursprünglichen Versprechen hinausgehen. Wer zusieht, sieht das Sammeln. Wer profitiert, sieht das Geschäft.

Und Palantir? Die Auswahl für öffentliche Gesundheitsinitiativen wirft Fragen auf, die das Parlament nicht gerne stellt. Transparenz — unklar. Gerechtigkeit — offen. Die Rolle der nationalen Sicherheit in der öffentlichen Gesundheit schleicht herein, leise, in Stiefeln aus Stahl.

Die Struktur trägt es. Die Profiteure schweigen. Die Maschine läuft. Wer am Drähtchen sitzt, lacht zuletzt.

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