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25. Oktober 2026

Dossier · Klima, Erde & Wetter

Der Schatten hinter dem Emissionszertifikat

25. Oktober 2026 — Doc Brenner, irgendwo im Staub

Die Erde hatte Jahrtausende gebraucht, Kohlenstoff zu binden. Nun wurde ihre industrielle Ausatmung in Zertifikate zerlegt. Die Zahl: rund fünf Milliarden Euro, so hoch bezifferte Europol den Schaden durch betrügerische Geschäfte im EU-Emissionshandel. Der Markt für den industriellen Ausstoß war zur Ware geworden. Zwischen Ausgabe und Käufer öffnete sich ein Gang für gestohlene Steuern.

KI-generierte Illustration zum Beitrag

Täter kauften Zertifikate außerhalb Europas, wo keine europäische Umsatzsteuer anfiel, und verkauften sie in EU-Staaten weiter. Der Käufer zahlte, der Betrüger verschwand. In einzelnen Ländern waren bis zu 90 Prozent des Marktvolumens betrügerisch. Kriminelle behielten das Geld, der Staat verlor es. Wer Aufträge erteilte und Gewinne weiterleitete, bleibt unklar.

Mehrere EU-Staaten änderten ihre Steuergesetze. Der Marktumfang stürzte drastisch, teils um bis zu 90 Prozent. Das beweist nicht, dass jeder vorherige Handel betrügerisch war. Es zeigt: Ohne regulatorische Anpassung trägt die Schwachstelle den Markt. Die Gesetzesänderungen waren eine Notbremse.

Der Bericht legt erhebliche Betrugsprobleme im EU ETS offen und stellt Zuverlässigkeit und Effektivität von Emissionshandelssystemen infrage. Zwar wurde das System nach den Betrugswellen verbessert, doch es bleibt für andere Betrugsschemata anfällig. Kontinuierliche Überwachung und Anpassung sind Bedingung, nicht Option.

Briefkastenfirmen und Offshore-Konten verwandelten den Handel in Fälschung. Internationale kriminelle Netzwerke erschwerten die Kontrolle. Wiederholte Razzien und Festnahmen in verschiedenen europäischen Ländern zeigten Dringlichkeit und Ausmaß.

Für ähnliche Systeme wie Cap-and-Trade in den USA könnte der Befund die Skepsis verstärken. Wer Emissionsrechte handeln lässt, öffnet einen Markt für Emissionen und für Betrug. Kontrollen sind keine Nebensache, sondern politische Kernfrage.

Unklar bleibt, welche Lücken offenstehen. Klar ist: Der Schaden ist abgeklopft, die Konstruktion nicht. Am Ende gilt das Naturgesetz: Jede Lücke zieht Nutzung an, und jede unterlassene Kontrolle füttert sie.

❖ Ende des Artikels ❖

Prüfbare Behauptungen — 0 von 2 Behauptungen belegt
  1. ZAHL 2026

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

  2. ZAHL Artikel 6.2/6.4

    nicht woertlich zuordenbar — die Behauptung ist umformuliert oder findet sich nicht im Wortlaut der angegebenen Quellen; das ist KEINE Aussage darueber, ob sie belegt ist

5 Quellen · 0 davon belegt · 0 externe Belege · 2 prüfbare Behauptungen

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