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Mangalore öffnet das sechste Semester — 13.286 von 17.347

28. Juli 2026 — — — Ada Voss, auf Sendung

Mangalore, 20. Juli 2026. Wer in diesen Tagen an der Universität Mangalore seinen Bildschirm aufschlägt, sieht Zahlen statt Fragen. Die Hochschule hat am Montag die Ergebnisse des sechsten Semesters für eine breite Palette undergraduate-Studiengänge veröffentlicht. Vizekanzler P.L. Dharma gab die Resultate am Hauptsitz der Universität bekannt. Eine Mitteilung der Registratur (Evaluation) — jener Stelle, die zwischen Prüfungsbogen und Siegel sitzt — ordnete den Vorgang administrativ ein. Zweck der Übung: den erfolgreichen Kandidaten den Weg in weiterführende Studiengänge freizumachen.

Die Prüfungen selbst wurden im Juni und Juli abgehalten. Nun liegen 13.286 Ergebnisse vor. 17.347 Studierende waren angetreten. Die Differenz — über viertausend Kandidaten — wartet auf weitere Veröffentlichungen. Die Universität kündigt an: das achte Semester des BA Speech-Language Pathology, das sechste Semester von BA und BBA sowie die zweiten und vierten Semester sollen in Kürze folgen. Solange bleibt für Teile der Studierendenschaft nur das Warten — und die Hoffnung, dass ihre Fächer in derselben Maschine stecken, die den anderen bereits die Noten ausgespuckt hat.

Die jetzt bekannt gegebenen Noten decken ein weites Feld ab. Naturwissenschaftliches: B.Sc. in klassischer Form, daneben spezialisierte Varianten in Food Technology, Food Nutrition and Dietetics, Home Science. Wirtschaftlich: B.Com. Der Sozialarbeit verpflichtet: BSW. Informatik: BCA. Gestalterisch: B.Sc. in Animation and Visual Effects, Fashion Designing, Interior Design and Decoration. Dienstleistungsnah: B.Sc. in Hospitality Studies. Kulturell: BVA — Bachelor of Visual Arts. Hinzu kommen BHM sowie BA in Human Resource Development. Eine Fächerliste, die weniger von einer akademischen Linie erzählt als von einer regionalen Wirtschaft: Hotels, Mode, Innenausbau, Nahrung — was Mangalore braucht, wird hier gelehrt.

Wer sein Resultat erfahren will, geht ausschließlich den digitalen Weg. Das Unified University and College Management System ist die einzige Schaltstelle. Login-ID rein, Note raus. Kein Aushang am schwarzen Brett, keine gedruckte Notenliste am Anschlagbrett der Fakultät. Wer keinen Zugang zum System hat — kein Bildschirm, kein Login, keine stabile Verbindung — bleibt unsichtbar. Eine Schnittstelle, die für viele gedacht ist, aber nicht für alle funktioniert.

Die Universität begründet die Geschwindigkeit mit der vollständigen Computerisierung des Bewertungsprozesses. Wer einmal Telegraphie gelernt hat, wer Signale aus dem Rauschen filtern musste, der weiß: Eine Maschine, die Resultate auswirft, entscheidet noch nichts über die Prüfung selbst. Sie macht nur schneller sichtbar, was entschieden wurde — und sie macht es für jene schneller unsichtbar, die am Rand des Systems stehen, ohne Bildschirm und ohne Login.

Der Campus der Universität liegt in Mangalagangothri, etwa zwanzig Kilometer südöstlich der historischen Küstenstadt Mangalore. Eine Anlage, weit genug vom Fischergeruch der Küste, dass kein Salzwind in die Klausursäle weht. Weit genug auch, dass die Studierenden der umliegenden Landstriche lange Wege auf sich nehmen, um ihre Noten am Bildschirm abzuholen.

Für die 13.286, die jetzt ihren Code eingeben, ist die Wartezeit kurz. Für die anderen beginnt sie erneut.

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