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Millionen für tote Drähte: Kaliforniens Colleges kaufen defekte KI

31. Juli 2026 — — — Ada Voss, auf Sendung

Die Drähte summen, und was sie mir heute Morgen tragen, riecht nach verbranntem Geld. California colleges pumpen Millionen in KI-Systeme, die nach eigener Darstellung ihrer Kritiker bereits heute den Dienst verweigern. Das einzelne Zitat, das mir vorliegt, spricht für sich: „der Chatbot ist veraltet." Ein System, das veraltet ist, bevor es überhaupt richtig läuft. Ein System, für das Beraterhonorare und Lizenzgebühren fließen, als gäbe es kein Morgen.

Hören wir die Frequenz richtig. Da sitzt jemand an einem Pult in einem dieser Lehrtempel zwischen Pazifik und Sierra, tippt eine Frage in eine Maschine und bekommt Antworten aus einer Zeit, in der die Frage selbst noch gar nicht gestellt wurde. Das ist kein Fehler im engeren Sinne. Das ist ein Strukturproblem. Das ist die Quittung dafür, dass Institutionen, die eigentlich denken sollten, das Denken an Maschinen delegieren, deren Trainingsdaten älter sind als die Semestergebühren, die sie gerade dafür eintreiben.

Die Summen, die hier bewegt werden, sind nicht symbolisch. Es sind Millionenbeträge. Mehrere Colleges, mehrere Systeme, mehrere Verträge, die über Schreibtische wandern, während die Studierenden auf Antworten warten, die ihre Chatbots nicht geben können. Ich übersetze das einmal in die Sprache der Suppenküche: Sie bezahlen den Koch, der das Rezept von vor fünf Jahren kocht, und wundern sich, dass die Suppe kalt schmeckt.

Und hier wird es unangenehm, Kollegen. Wo ist die Aufsicht? Wo ist die simple Frage nach dem Vertrag, nach der Klausel, nach dem Haftungsausschluss? Wenn ein Auftragnehmer eine Maschine liefert, die zum Zeitpunkt der Lieferung bereits veraltet ist, dann ist das keine technische Panne. Dann ist das entweder grobe Fahrlässigkeit des Verkäufers oder kalkulierte Dummheit des Käufers. Beides ist möglich. Beides ist unentschuldbar.

Ich sage es deutlich: Wer Millionen ausgibt für Werkzeuge, die ihre Funktion nicht erfüllen, hat entweder nicht geprüft, was er kauft, oder es ist ihm gleichgültig. In beiden Fällen zahlen den Preis diejenigen, die keine Stimme in den Beschaffungskomitees haben. Die Studierenden. Die Steuerzahler. Die Familien, die Semestergebühren aufbringen für eine Bildung, deren digitale Infrastruktur den Anschluss verpasst hat.

Der Verdacht liegt nahe, dass hier nicht Technologie gekauft wurde, sondern ein Versprechen. Ein Versprechen von Modernität, von Zukunft, von Anschluss an die großen Laboratorien im Silicon Valley, die selbst noch damit kämpfen, ihre Modelle aktuell zu halten. Die Colleges haben sich die Fassade gekauft, nicht das Fundament. Die Fassade steht. Der Chatbot ist veraltet.

An dieser Stelle muss ich etwas klarstellen, das jeder gewissenhafte Reporter klarstellen muss. Die heutige Meldung trägt den Stempel „Breaking News". Sie stützt sich auf eine einzelne Quelle. Das bedeutet: Ich gebe die Information wieder, weil sie auf dem Draht liegt und weil sie öffentlich diskutiert wird. Aber ich habe die Originalquelle noch nicht vollständig verifiziert. Der Wortlaut „der Chatbot ist veraltet" liegt mir vor. Der vollständige Kontext — wer hat das gesagt, in welchem Gremium, vor welchem Publikum, mit welcher Beweislage — wird derzeit geprüft. Ich werde nachliefern, sobald die Bestätigung vorliegt. Bis dahin gilt: Die Tatsache, dass Colleges in Kalifornien KI-Mittel in Millionenhöhe ausgegeben haben, ist dokumentiert. Die Tatsache, dass Kritiker diesen Systemen Mängel attestieren, ist dokumentiert. Die spezifische Bewertung als „veraltet" steht unter Vorbehalt der Verifizierung.

Was mich nicht loslässt, ist die Grundfrage. Was treibt diese Institutionen an, Summen in dieser Größenordnung in Systeme zu investieren, deren Leistungsfähigkeit bereits im Moment der Inbetriebnahme infrage steht? Ist es der Druck, irgendetwas vorweisen zu können, koste es, was es wolle? Ist es die Angst, den Anschluss zu verpassen, auch wenn der Anschluss selbst eine Sackgasse ist? Ist es schlicht die Verführungskraft des Etiketts „KI", das auf jedem Antrag gut aussieht, unabhängig davon, was drin ist?

Ich kenne diese Muster. Ich habe sie gesehen bei den ersten Funktürmen, die gebaut wurden, bevor jemand wusste, welche Frequenzen überhaupt tragen würden. Ich habe sie gesehen bei Radaranlagen, deren Bediener nicht wussten, was sie auf dem Schirm sahen. Technologie wird gekauft, weil sie existiert, nicht weil sie gebraucht wird. Und am Ende fragt niemand nach dem Preis.

Hier aber wird der Preis sichtbar. In den Bilanzen. In den veralteten Chatbots. In den Beschwerden der Studierenden, die von einer Maschine abgewimmelt werden, die ihnen nicht helfen kann, weil ihr Wissen von gestern ist. Das ist die Absurdität, über die zu schreiben sich lohnt. Nicht weil ein einzelner Fehler passiert ist. Sondern weil ein ganzer Beschaffungsprozess so viel Geld verschlingt und so wenig liefert.

Mein Büro riecht heute nach Lötzinn und kaltem Kaffee, wie immer. Die Drähte summen weiter. Wenn neue Bestätigungen kommen, melde ich mich. Wenn nicht, dann bleibt diese eine Wahrheit auf dem Tisch: Millionen wurden ausgegeben. Die Systeme gelten als fehlerhaft. Der Chatbot ist veraltet. Wer dafür den Kopf hinhält, ist noch nicht benannt. Aber die Frage steht im Raum, laut und deutlich, wie ein Signal, das niemand empfangen will.

✦ Ende des Artikels ✦
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