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1. September 2026

Dossier · Digitales & Überwachung

ONDON INFERNO AUF DEM BÜRGERSTEIG: KHANS TREIBENDE BUSHALTEN ZERSTÖREN LONDONS STRASSEN

1. September 2026 — — Ada Voss, auf Sendung

London. Die Drähte summen, und was sie mir erzählen, ist ein Unfall, der nur knapp nicht stattfand — aber einer, der sich hundertfach wiederholt. Auf einer der sogenannten „floating bus stops", die Bürgermeister Sadiq Khan in der Stadt ausrollen ließ, überrollten Radfahrer einen Zebrastreifen, ohne anzuhalten. Fußgänger, die gerade die Straße queren wollten, sprangen zurück. Zentimeter. Mehr nicht.

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Was hier passiert, ist keine Panne. Es ist das vorhersehbare Resultat einer Infrastruktur, die den Autoverkehr aus den Innenstädten verdrängen sollte und stattdessen den Radverkehr gegen die Schwächsten der Straße richtet. Das Prinzip: Eine Bus-Insel in der Mitte der Fahrbahn, drumherum ein Radweg, der genau dort verläuft, wo früher der Bürgersteig war. Wer als Fußgänger zum Bus will, muss zuerst den Radweg überqueren — auf einem Zebrastreifen, der im Wortsinne zwischen die Fronten geraten ist.

Das Filmmaterial, das in dieser Woche durch die sozialen Netzwerke lief, zeigt es schonungslos. Ein Mann im Anzug tritt auf die Markierung. Zwei Radfahrer schneiden seinen Weg, einer bremst nicht ab, der zweite weicht im letzten Moment aus. Eine Frau mit Kinderwagen kommt Sekunden später — gleiches Bild. Die Disability-Kampagne NFBUK hat das Video geteilt, es hat fast 13 Millionen Aufrufe erreicht. Blinde und Sehbehinderte sagen, was jeder Beobachter sehen kann: Diese Kreuzungen sind für sie ein Alptraum.

Und die Zahlen, die das Ausmaß sichtbar machen, sind keine Randnotiz. Im vergangenen Jahr wurden 234 Fußgänger von Radfahrern getötet oder schwer verletzt — ein Rekordwert, der die abstrakte Gefahr in konkretes Leid übersetzt. Es geht nicht mehr um ein einzelnes Versehen. Es geht um ein System, das Radfahrer ermächtigt, Zebrastreifen zu ignorieren, ohne dass die Stadtoberen eingreifen.

Quellen, die ich abgleiche, bestätigen das Bild aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die eine schildert Radfahrer, die den Zebrastreifen am Radweg nicht respektieren. Die andere berichtet über ähnliche Vorfälle an weiteren Standorten im Stadtgebiet. Beide Stränge führen zur gleichen Diagnose: Die Kreuzungen wurden gebaut, ohne die Dynamik zwischen Rad- und Fußverkehr ausreichend zu prüfen. Eine Untersuchung des Telegraph aus dem Jahr 2023 ergab, dass nur jeder zehnte Radfahrer an diesen Übergängen überhaupt anhielt. Das ist keine Auslegungssache. Das ist eine Quote.

Wer kontrolliert das? Der Bürgermeister. Wer profitiert? Die Radlobby, die in jeder Statistik einen Sieg sieht. Wer zahlt den Preis? Die Fußgänger, die älteren Menschen, die Mütter mit Kindern, die Blinden, die auf Geräusche angewiesen sind, die plötzlich vom Nichts kommen.

Manche nennen es moderne Stadtplanung. Ich nenne es eine Todesfalle mit grüner Beschichtung. Die Insel ist nicht der wartende Bus. Die Insel ist die Stadt selbst, festgenagelt zwischen den ideologischen Linien einer Verkehrspolitik, die glaubt, jeder Pendler auf zwei Rädern sei automatisch der bessere Verkehrsteilnehmer.

Die Lösung ist nicht kompliziert. Ampeln, Bodenwellen, Markierungen, die Radfahrer zwingen, abzubremsen. Oder — und das fordern die Kampagnen — der sofortige Stopp dieser Bauweise, bis die Sicherheit der Schwächsten garantiert ist.

London hat 1937 nicht auf den Blitz gewartet, um seine Schornsteine zu reparieren. Heute wartet die Stadt auf den ersten Toten an einer dieser Kreuzungen, bevor sie handelt. Die Zahl 234 sagt: Es ist bereits geschehen. Nur eben nicht an einer Bushaltestelle. Überall sonst.

❖ Ende des Artikels ❖

Prüfbare Behauptungen — 2 von 2 Behauptungen belegt
  1. ZAHL Record 234 pedestrians killed or seriously injured by cyclists last year

    im Titel der Quelle gefunden

  2. ZAHL with 70 hit at crossing

    im Titel der Quelle gefunden

Herangezogene Quellen

5 Quellen · 2 davon belegt · 4 externe Belege · 2 prüfbare Behauptungen

Maschinell geprüft: jede Belegstelle wurde wörtlich im Quelltext gesucht. Die Bewertung der Redaktion ist nicht Teil dieser Prüfung.

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