Börse 1937

Donnerstag, 19. März 2026

Die Lage
✦   Die Woche der Menschen — das Wetter des Kosmos   ✦

Die Lage — Dienstag, 27. Oktober 2026

Die Woche, die war

Lagebild der Woche

Auffällig gegen die eigene Landeshistorie

LandRolleBefundBewegung
FrankreichLeitgeschichtebeobachtet+0,5
TCBewegungkein Signal+6,6
OEBewegungkein Signal+3,8
AzerbaijanBewegungkein Signal+3,3
LaosBewegungkein Signal+3,3
BoliviaBewegungkein Signal+2,5
AegyptenBewegungkein Signal+2,4

Manchmal bewegen sich die Daten nicht in großen Wellen, sondern in kleinen, unregelmäßigen Rucklern, die erst beim zweiten Blick eine Form bekommen. Die Zahlen der Woche liegen vor mir, und sie zeigen ein Bild von punktuellen Verschiebungen, die weit weg von einer globalen Unruhe liegen.

Frankreich zeigt sich als Kandidat für eine Beobachtung, da dort ungewöhnlich viel Konflikt-Aktivität und Naturereignisse gegenüber dem eigenen Normalniveau des Landes zu verzeichnen sind. Eine Koinzidenz von zwei Familien ist hier auffällig, während die Werte im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen sind. Es ist eine Bewegung, die noch nicht als bewiesen gilt, aber dennoch aus der Stille tritt.

Andere Orte zeigen ebenfalls eine Zunahme, bleiben aber in der Einstufung ruhig. Auf den Turks- und Caicosinseln sowie in OE sind ungewöhnlich viele neue Einträge im Beziehungsgeflecht gegenüber dem eigenen Normalniveau des Landes zu sehen, wobei die Werte dort deutlich gegenüber der Vorwoche gestiegen sind. Aserbaidschan und Laos weisen eine Zunahme bei Naturereignissen und Konflikt-Aktivität auf, während in Bolivien sowohl Naturereignisse als auch neue Einträge im Beziehungsgeflecht gegenüber dem eigenen Normalniveau des Landes auffallen. Ägypten zeigt eine Bewegung bei der Konflikt-Aktivität und neuen Einträgen im Beziehungsgeflecht. Alle diese Beobachtungen sind im Vergleich zur Vorwoche gestiegen, ohne dass die statistische Belastbarkeit über das Niveau einer bloßen Beobachtung hinausgeht.

— Kim Benet, Sigil & Shadow

Der Tag und was kommt

Was feststeht — berechnet, unumstößlich

DatumEreignis
28. OktoberErdnahe Annäherung (2018 GS1) (4,240,878 km)
4. NovemberSonne–Merkur Konjunktion (Orb 0.00°)
9. NovemberNeumond
16. NovemberMars–Jupiter Konjunktion (Orb 0.00°)
24. NovemberVollmond

Dazu 8 Planetenstellungen im Zeitraum — reine Geometrie, von uns nicht gedeutet.

Was kommt — gemessener Ist-Zustand, noch keine Vorhersage

GrößezuletztWochenmittelTendenz
Geomagnetische Aktivität (Kp)0,67 Kp2,12 Kpfallend
Solarfluss F10.791,0 sfu102,29 sfufallend
Dst-Sturmindex5,0 nT-13,96 nTsteigend
Sonnenwindgeschwindigkeit399,47 km/s395,47 km/sunverändert
IMF Bz (Nord-Süd-Komponente)0,99 nT-0,9 nTsteigend

Was wir zählen — Erdbeben der letzten 7 Tage, weltweit ab M4.5

KlassegezähltüblichEinordnung
M4.5–5.0112110unauffällig
M5.0–6.05733am oberen Rand des Üblichen
M6.0–7.052,3am oberen Rand des Üblichen
M7.0 und darüber10,3unauffällig
StärkeDatumOrtTiefe
M7,022. Oktober191 km ENE of Nagqu, China18,0 km
M6,924. Oktober197 km WNW of Port-Olry, Vanuatu10,0 km
M6,525. OktoberBonin Islands, Japan region492,4 km
M6,320. Oktober197 km NW of Port-Olry, Vanuatu16,0 km
M6,324. Oktober170 km NW of Port-Olry, Vanuatu10,0 km

Übrige feste Erde

QuelleBefundStand
Tsunami-Meldungenkeine im Zeitraumzuletzt 17. Juli 2026
Eruptionsbeginnekeine im Zeitraumzuletzt 28. Dezember 2025

Vulkan- und Tsunamimeldungen stammen aus archivarischen Quellen (Smithsonian GVP, NOAA NCEI) und laufen mit Wochen bis Monaten Verzug ein. Dass hier nichts steht, heißt: uns liegt nichts vor — nicht, dass nichts geschehen ist.

Am 28. Oktober näherten sich die Erdnahe Objekte 2018 GS1 mit 4,241.000 km Entfernung dem Planeten, der Durchmesser betrug rund 180 m, ein Vorbeiflug, der keine Nachricht war. Am 4. November standen Sonne und Merkur in exakter Konjunktion, ihre Orbitalposition lag bei 0,00°, rein geometrisch. Am 9. November erreichte der Mond die Neumondphase, exakt berechnet. Am 16. November standen Mars und Jupiter in Konjunktion, ebenfalls rein geometrisch. Am 24. November erreichte der Vollmond die volle Phase, exakt berechnet. 8 Planetenstellungen im Zeitraum, u. a. am 10., 18., 19. und 24. November, waren reine Geometrie, ohne Deutung. 35 erdnahe Objekte bewegten sich weiter als 5 Mio. km entfernt, ein Vorbeiflug in dieser Distanz blieb unbeobachtet.

Gemessen wurde der aktuelle Zustand des Weltraumwetters: Die geomagnetische Aktivität lag bei 0,67 Kp (gemessen 26. Oktober), das Wochenmittel betrug 2,12 Kp mit fallender Tendenz. Der Solarstrom F10.7 betrug zuletzt 91,0 sfu (gemessen 26. Oktober), das Wochenmittel lag bei 102,29 sfu, ebenfalls fallend. Der Dst-Sturmindex zeigte 5,0 nT (gemessen 27. Oktober), das Wochenmittel betrug -13,96 nT, mit steigender Tendenz. Die Sonnenwindgeschwindigkeit betrug 399,47 km/s (gemessen 27. Oktober), das Wochenmittel lag bei 395,47 km/s, unverändert. Die IMF Bz-Komponente lag bei 0,99 nT (gemessen 27. Oktober), das Wochenmittel bei -0,9 nT, mit steigender Tendenz. Eine Vorhersage ist noch nicht Teil dieses Berichts.

In den letzten sieben Tagen wurden 57 Erdbeben der Stärke M5.0–6.0 registriert, während üblicherweise rund 33 erwartet werden — am oberen Rand des Üblichen. 5 Ereignisse der Stärke M6.0–7.0 traten auf, während nur rund 2,3 zu erwarten wären — ebenfalls am oberen Rand des Üblichen. M4.5–5.0, M7.0 und darüber hinaus waren unauffällig, im erwarteten Bereich. Die stärksten Ereignisse waren ein M7,0 am 22. Oktober 191 km ENE of Nagqu, China, 18,0 km tief, mit PAGER-Stufe orange, ein M6,9 am 24. Oktober 197 km WNW of Port-Olry, Vanuatu, 10,0 km tief, PAGER-Stufe green, ein M6,5 am 25. Oktober bei den Bonin Islands, Japan region, 492,4 km tief, PAGER-Stufe green, zwei M6,3 am 20. und 24. Oktober jeweils 197 km NW bzw. 170 km NW of Port-Olry, Vanuatu, 16,0 km und 10,0 km tief, beide mit PAGER-Stufe green. Tsunami-Meldungen gab es keine, der letzte Eintrag stammt vom 17. Juli. Eruptionsbeginn war ebenfalls nicht registriert, der letzte Eintrag datiert vom 28. Dezember 2025. Die Nachbebenrate bleibt stabil, keine erhöhte Aktivität erkennbar. — Twight Sterling, Sigil & Spark


Jack Morrison · Kommentar

Manchmal sitzt man hier und starrt auf die Berichte, als wären sie zwei Puzzleteile, die nur darauf warten, zusammengedrückt zu werden. Da ist Kim Benet, die uns die Unruhe der letzten acht Tage serviert – Frankreich, das sich gegen seine eigene Historie aufbäumt, während in Aserbaidschan und Laos die Zahlen lediglich flackern, ohne dass man von etwas Belastbarem sprechen kann. Und direkt daneben Twight Sterling mit dem Blick nach oben und unten, der uns die nackte Geometrie des Himmels präsentiert: Planetenkonjunktionen, die einfach nur da sind, und eine seismische Statistik, bei der die Klassen M5.0 bis M7.0 am oberen Rand des Üblichen kratzen, während der Rest der Welt sich in den erwarteten Bahnen bewegt.

Es ist eine verlockende Übung, das Chaos am Boden mit der Ordnung im All zu verweben. Man sucht nach dem unsichtbaren Faden, der den Sonnenwind mit der Tektonik verknüpft. Aber wir haben nachgemessen. Wir haben Millionen von Ereignissen unter die Lupe genommen, mit drei Verfahren, auf Tages- und Monatsauflösung, mit einer Schwelle für die Effektstärke. Und wir haben nichts gefunden, was darüber liegt. Die Berichte stehen nebeneinander, nicht ineinander.

Es gibt eine andere Bewegung, die wir nicht ignorieren: Die Gezeiten von Mond und Sonne modulieren die Bebenauslösung messbar, wenn auch nur um wenige Prozent. Alles andere bleibt eine bloße Vermutung für Leute, die keine anderen Nachrichten haben.

Morrison, over and out.


Eine Verbindung gibt es — nur eine andere, als alle vermuten. Mond und Sonne verformen die Erdkruste täglich um einige Dezimeter. Diese Gezeitenspannung ist winzig gegen den Druck, den die Plattentektonik über Jahre aufbaut — aber an Verwerfungen, die ohnehin kurz vor dem Bruch stehen, lässt sie sich nachweisen: In geeigneten Umgebungen, etwa flachen Aufschiebungen und vulkanischen Gebieten, folgt die Bebenhäufigkeit dem Gezeitentakt um wenige Prozent. Das ist gemessen und anerkannt. Es taugt nur zu keiner Vorhersage: Ein Anstieg von wenigen Prozent auf eine ohnehin winzige Tageswahrscheinlichkeit sagt Ihnen nichts über morgen. Und es ist ausdrücklich nicht der Zusammenhang, den man gemeinhin vermutet — nicht der Sonnensturm, sondern die Schwerkraft.

Ob Weltraumwetter auf Erdbeben wirkt, haben wir an 2,65 Millionen Ereignissen mit drei Verfahren geprüft — auf Tages- und Monatsauflösung, mit einer Schwelle für die Effektstärke. Wir haben nichts gefunden, was darüber liegt. Das ist kein Beweis, dass nichts da ist; es ist das, was wir mit unseren Mitteln sehen können. Die beiden Hälften dieser Seite stehen deshalb nebeneinander und nicht ineinander.

Angaben ohne Gewähr. Wie jeder Wetterbericht: Messwerte werden nachträglich korrigiert, Kataloge laufen mit Verzug ein, und Statistik ist keine Vorhersage. Wir nennen, was wir wissen — und sagen dazu, wo wir es nicht wissen.

Aristoteles zählte die Erdbeben zu den Meteora. Wir haben nachgemessen — sie gehören nicht dazu.